Der Jahresabschluss 2024 zeigt eine finanziell stabile Gesellschaft mit klarer Eigenkapitalbasis. Auffällig sind steigende Forderungen und hohe Rückstellungen für den geplanten Rückbau der Windenergieanlagen. Für Anleger bedeutet das: Sicherheit ja, aber auch mittelfristige Belastungen.
Aktiva: Forderungen steigen, Bankguthaben sinkt
Die Bilanzsumme beträgt rund 2,98 Mio. Euro (Vorjahr: 3,06 Mio. Euro) – ein leichter Rückgang.
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Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: 1,79 Mio. Euro (Vorjahr: 1,26 Mio. Euro). Der starke Anstieg ist auffällig. Davon betreffen rund 61.904 Euro Gesellschafterforderungen. Hier sollten Anleger nachhaken, ob es sich um kurzfristige oder längerfristige Positionen handelt.
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Bankguthaben: mit 1,13 Mio. Euro spürbar zurückgegangen (Vorjahr: 1,72 Mio. Euro). Dies reduziert die kurzfristige Liquidität.
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Sachanlagen und Finanzanlagen: Mit insgesamt unter 4.000 Euro nahezu bedeutungslos in dieser Bilanz.
Eigenkapital: Stabil und leicht gestiegen
Das Eigenkapital liegt bei 1,86 Mio. Euro (Vorjahr: 1,81 Mio. Euro). Damit beträgt die Eigenkapitalquote rund 63 % – solide für ein Projekt dieser Größenordnung. Anleger können daraus eine gute Grundsicherheit ableiten.
Rückstellungen: Deutlich erhöht
Mit 565.075 Euro (Vorjahr: 491.784 Euro) steigen die Rückstellungen weiter an. Hauptgrund sind Rückbauverpflichtungen für die Windkraftanlagen (geplant ca. 497.000 Euro im Jahr 2026). Diese Position wird die Gesellschaft mittelfristig erheblich belasten.
Verbindlichkeiten: Rückgang, aber starker Gesellschafteranteil
Die Verbindlichkeiten sanken auf 550.195 Euro (Vorjahr: 752.153 Euro). Davon entfallen allerdings knapp 246.056 Euro auf Gesellschafter. Dies weist auf eine gewisse Abhängigkeit von interner Finanzierung hin.
Fremdverschuldung ist zwar nicht hoch, die enge Verknüpfung mit den Gesellschaftern birgt jedoch Interessenkonfliktpotenzial.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen: Langfristige Belastungen
Die Verpflichtungen aus Pacht- und Geschäftsführungsverträgen summieren sich auf 1,36 Mio. Euro, wovon mehr als 1,17 Mio. Euro über ein Jahr hinausreichen. Auffällig: 541.000 Euro davon sind langfristig über fünf Jahre gebunden.
Management und Struktur
Geführt wird die Gesellschaft von Carsten Meyer, Joachim Elsterkamp und Luise Laß. Persönlich haftende Gesellschafterin ist die WPD Windpark Management GmbH & Co. KG, Bremen – ein erfahrener Player im Bereich Windparkmanagement.
Anlegerfazit
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Stärken:
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Solide Eigenkapitalquote von ca. 63 %.
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Rückgang der Verbindlichkeiten – Fremdfinanzierung wird abgebaut.
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Erfahrenes Management aus der WPD-Gruppe.
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Risiken:
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Forderungen steigen stark an – Risiko von Zahlungsflüssen, die nicht wie geplant eintreffen.
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Bankguthaben sinkt deutlich – Liquidität nimmt ab.
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Rückstellungen belasten mittelfristig die Bilanz.
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Hoher Anteil an Gesellschafterverbindlichkeiten kann Interessenkonflikte bergen.
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Gesamturteil:
Die Gesellschaft präsentiert sich stabil mit starker Eigenkapitalbasis. Allerdings lasten steigende Rückstellungen und die Abhängigkeit von Gesellschafterfinanzierungen auf der Bilanz. Für Anleger bedeutet das: Sicherheit im Kern, aber eine vorsichtige Bewertung der zukünftigen Liquidität und Ausschüttungsfähigkeit ist ratsam.