Ein Szenario wie aus einem Film hat sich am Dienstagabend auf der B470 bei Uehlfeld (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim) abgespielt: Plötzlich wirbelten Hunderte Geldscheine über die Fahrbahn, Autofahrer staunten nicht schlecht – und die Polizei musste ausrücken, um einen regelrechten Geldregen einzusammeln.
Eine Autofahrerin zeigt Zivilcourage
Den Anfang machte eine aufmerksame Autofahrerin. Sie bemerkte, wie sich eine ganze „Wolke“ von Geldscheinen über der Fahrbahn verteilte und auf dem Asphalt landete. Statt selbst zuzugreifen, tat sie das einzig Richtige: Sie alarmierte die Polizei. Die Beamten rückten sofort an und sammelten die verstreuten Scheine auf. Am Ende kam eine stolze Summe zusammen – mehr als 2.500 Euro.
Des Rätsels Lösung
Doch woher stammte das Geld? Bald stellte sich heraus: Ein Fahrzeug war über einen Kellnergeldbeutel gefahren, der auf der Straße gelegen hatte. Durch den Aufprall hatten sich die Scheine gelöst und waren durch die Luft gewirbelt worden.
Nur kurze Zeit später meldete sich die Besitzerin: eine aufgeregte Gastwirtin, die gestand, den Geldbeutel versehentlich auf das Dach ihres Autos gelegt und vor der Abfahrt vergessen zu haben. Darin befanden sich die Tageseinnahmen ihres Betriebs. Ihre Erleichterung war hörbar, als sie erfuhr, dass dank der ehrlichen Finderin und der Polizei das Geld nicht verloren war.
Ein Happy End mit Finderlohn
Die Polizei bestätigte, dass die Autofahrerin nun Anspruch auf Finderlohn habe. Wie hoch dieser ausfallen wird, ist noch offen – üblich sind bis zu fünf Prozent der gefundenen Summe. Für die Gastwirtin endet der Vorfall jedenfalls mit einem großen Glück im Unglück.
Die Polizei betonte anschließend, wie wichtig es sei, Funde wie diesen zu melden. Denn wer große Geldbeträge einfach behält, macht sich strafbar.