Heavy Metal sorgt nicht nur für harte Klänge und volle Konzerthallen – die Szene zeigt auch soziales Engagement. In Hamburg ist die Aktion „Pay with your blood“ gestartet, eine gemeinsame Initiative des Wacken Open Air und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Zum Auftakt kamen zahlreiche Fans, um Blut zu spenden und so die knapper werdenden Vorräte des Klinikums aufzufüllen.
Musikszene unterstützt Medizin
Die Aktion verbindet auf ungewöhnliche Weise die Leidenschaft für Musik mit einem wichtigen gesellschaftlichen Anliegen. Gerade in Sommer- und Ferienzeiten verzeichnen Blutbanken oft Engpässe, weil weniger Menschen spenden. Mit der Unterstützung der Metal-Community hoffen die Organisatoren, neue Zielgruppen anzusprechen.
„Blutspenden rettet Leben – und wenn wir es schaffen, junge Leute über ihre Musikleidenschaft zu erreichen, ist das ein Gewinn für alle“, erklärte ein Sprecher des UKE.
Dankeschön in Form von Konzertkarten
Als besonderen Anreiz erhalten Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Aktion Freikarten für ein Konzert der Metal-Band Heaven Shall Burn. Für viele Fans bedeutet das nicht nur, Gutes zu tun, sondern gleichzeitig Teil einer besonderen Verbindung zwischen Musikszene und gesellschaftlichem Engagement zu werden.
Wacken Open Air als Partner
Auch das Wacken Open Air, eines der größten Metal-Festivals der Welt, steht hinter der Aktion. Festival-Initiator Thomas Jensen betonte, dass die Metal-Community seit jeher für Zusammenhalt stehe: „Metal-Fans halten zusammen – auf Konzerten, beim Feiern und jetzt auch beim Blutspenden. Das ist echte Solidarität.“
Hoffnung auf Signalwirkung
Das UKE hofft, dass die Aktion über Hamburg hinaus Strahlkraft entfaltet. Wenn Musik-Events oder Festivals mit Blutspendediensten kooperieren, könnten langfristig neue Spendergruppen gewonnen werden.
Für die Metal-Fans in Hamburg galt jedenfalls: Lautstarke Musik und stille Hilfe passen zusammen – und wer Blut spendet, darf sich nicht nur über ein gutes Gefühl, sondern auch über ein starkes Live-Erlebnis freuen.