Urlaub bedeutet für viele nicht gleich völlige Erholung – ein erheblicher Teil der Beschäftigten bleibt auch in den Ferien im Jobmodus. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit.
Jeder Vierte arbeitet auch in den Ferien
Von den 470 befragten Erwerbstätigen, die 2025 bereits im Sommerurlaub waren und ein mobiles Arbeitsgerät besitzen, gaben 27 Prozent an, während ihrer freien Tage zumindest gelegentlich gearbeitet zu haben. Damit setzt sich ein Trend fort, der schon in den vergangenen Jahren zu beobachten war: Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen zunehmend.
Mehrheit hält Urlaub arbeitsfrei
Immerhin erklärten 73 Prozent der Befragten, sie hätten keinerlei dienstliche Angelegenheiten erledigt. Unterschiede zeigen sich zwischen den Geschlechtern: Frauen hielten mit 75 Prozent etwas häufiger konsequent Abstand vom Job als Männer (71 Prozent).
Gründe für Arbeiten im Urlaub
Häufigster Auslöser für die Arbeit in der Freizeit ist laut DAK die Sorge, dass sich Aufgabenberge auftürmen oder wichtige Projekte ins Stocken geraten könnten. Manche Beschäftigte fühlen sich zudem verpflichtet, jederzeit erreichbar zu sein – gerade in Unternehmen, die mobiles Arbeiten stark etabliert haben.
Gesundheitliche Folgen
Mediziner warnen regelmäßig vor den gesundheitlichen Risiken, wenn Erholungspausen durch Arbeit unterbrochen werden. Wer im Urlaub nicht abschalten kann, riskiert Stress, Schlafstörungen und Erschöpfung. „Urlaub ist für Körper und Psyche eine notwendige Erholungsphase. Wird sie gestört, steigt langfristig das Risiko für Burnout“, betont die DAK.
Arbeitgeber in der Verantwortung
Die Krankenkasse fordert Unternehmen auf, eine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit zu unterstützen – etwa durch feste Urlaubsvertretungen oder klare Absprachen über Erreichbarkeit. Beschäftigte sollten außerdem das Recht auf vollständige Abschaltung in ihren Ferien bewusst wahrnehmen.