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Weihnachtsbäume werden teurer: Trockenheit und Frost belasten die Erzeuger

haodogforyoupdx (CC0), Pixabay

Wer sich in diesem Jahr auf die Suche nach einem Weihnachtsbaum macht, muss tiefer in die Tasche greifen. Nach Angaben des Bundesverbands der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger haben vor allem Trockenheit und Spätfröste den Beständen zugesetzt. Besonders junge Pflanzen litten unter dem Wassermangel, und in einigen Regionen führten Frostschäden zu weiteren Ausfällen.

Versorgung gesichert, Preise steigen

Lars Zimmermann, Sprecher des Verbands, gibt zwar Entwarnung, was die Verfügbarkeit betrifft: „Es gibt genügend Bäume in guter Qualität.“ Dennoch sei mit Preiserhöhungen zu rechnen. Der Verband hat seine Preisempfehlung für Nordmanntannen – die meistverkaufte Baumart in Deutschland – um rund einen Euro pro Meter angehoben. Damit liegt die Spanne nun zwischen 23 und 30 Euro pro laufendem Meter. Ein zwei Meter hoher Baum kann also bis zu 60 Euro kosten.

Kostensteigerungen nicht nur durch das Wetter

Neben den witterungsbedingten Einbußen machen den Erzeugern auch gestiegene Betriebskosten zu schaffen. Dünger, Energie, Arbeitskräfte und Transport seien deutlich teurer geworden. Viele Betriebe hätten keine andere Wahl, als diese Kosten an die Kundinnen und Kunden weiterzugeben.

Nachfrage bleibt hoch

Trotz steigender Preise dürfte die Nachfrage nach echten Bäumen stabil bleiben. Jedes Jahr werden in Deutschland rund 23 bis 25 Millionen Weihnachtsbäume verkauft, etwa drei Viertel davon sind Nordmanntannen. Auch die Blaufichte und die Rotfichte spielen noch eine Rolle, sind allerdings weniger gefragt – die Rotfichte zum Beispiel nadelt schneller, ist dafür aber oft günstiger.

Tipps für Verbraucher

  • Früh kaufen: Wer nicht bis kurz vor Heiligabend wartet, hat oft eine größere Auswahl und zahlt eher den empfohlenen Preis als einen Aufschlag.

  • Alternative Baumarten wählen: Eine Rotfichte ist meist einige Euro günstiger pro Meter, auch wenn sie schneller nadelt.

  • Direkt beim Erzeuger kaufen: Auf dem Hof oder bei regionalen Forstbetrieben sind die Preise häufig niedriger als im städtischen Handel.

  • Topf- oder Mietbäume können eine nachhaltigere Alternative sein – allerdings erfordern sie Pflege und sind nicht immer günstiger.

Tradition mit Symbolkraft

Trotz steigender Preise und Diskussionen über Nachhaltigkeit gehört der echte Baum für viele Familien unverändert zum Weihnachtsfest. Während Plastikbäume als langlebige, aber umstrittene Alternative gelten, setzen die meisten Haushalte weiterhin auf frisch geschlagene Nordmanntannen. Für viele ist der Duft von Tannengrün und das gemeinsame Schmücken Teil des Festes – auch wenn der Baum in diesem Jahr etwas mehr kosten wird.

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