Die deutschen Ausfuhren sind im Juli überraschend geschrumpft. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sanken die Exporte gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent auf 130,2 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür war vor allem die schwächere Nachfrage aus den beiden wichtigsten Handelspartnern außerhalb Europas: den USA und China.
Rückgang in den USA und China
In die Vereinigten Staaten exportierte Deutschland im Juli Waren im Wert von 11,1 Milliarden Euro – ein Minus von 7,9 Prozent im Vergleich zum Juni. Damit erreichten die Exporte in die USA den niedrigsten Stand seit Dezember 2021. Auch die Ausfuhren nach China gingen zurück und lagen bei 8,3 Milliarden Euro, rund 3,2 Prozent weniger als im Vormonat.
Handel innerhalb Europas stabiler
Etwas besser entwickelten sich die Exporte in die Länder der Europäischen Union. Hier stiegen die Ausfuhren leicht an und erreichten 72,6 Milliarden Euro, ein Plus von 0,3 Prozent. Vor allem die Nachfrage aus den Nachbarstaaten Frankreich und Niederlande stützte den Außenhandel.
Gesamtbilanz mit Dämpfer
Trotz der leichten Zuwächse innerhalb der EU reichten die Rückgänge auf den Überseemärkten aus, um die Gesamtexporte zu belasten. Damit setzt sich der zuletzt schwankende Trend fort: Während die Ausfuhren im Juni noch zulegten, schwächte sich die Nachfrage im Juli wieder ab.
Hintergrund
Die Entwicklung zeigt, wie abhängig die deutsche Wirtschaft von der globalen Konjunktur ist. Besonders die schwache Nachfrage aus den USA, die sonst ein verlässlicher Wachstumsmotor ist, und die anhaltenden wirtschaftlichen Probleme in China wirken sich direkt auf die Exportnation Deutschland aus.