Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina), ein invasiver Neubürger aus Südostasien, etabliert sich zunehmend in Deutschland. Laut einer Meldeaktion des Naturschutzbunds Deutschland (NABU) konzentriert sich das Vorkommen bislang stark auf den Westen. Besonders Nordrhein-Westfalen gilt inzwischen als nahezu flächendeckend besiedelt, während östliche Bundesländer bisher keine Nachweise verzeichnen.
1. Regionale Verteilung
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Saarland: höchste Meldezahl pro Einwohner, auffallend starke Präsenz.
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Nordrhein-Westfalen: rund 60 % aller Funde in absoluten Zahlen, vor allem im Rheinland und Ruhrgebiet.
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Osten Deutschlands: bislang keine Nachweise, was jedoch auch an geringerer Beobachtungsdichte liegen könnte.
2. Biologische und ökologische Aspekte
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Ursprung: Die Hornisse stammt aus Asien und wurde vermutlich über Handelswege nach Europa eingeschleppt.
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Anpassungsfähigkeit: Sie ist sehr mobil, passt sich schnell an neue Lebensräume an und gilt daher als besonders invasiv.
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Gefährdung für Ökosysteme: Die Art jagt bevorzugt Bienen und andere Insekten, was lokal die Bestäuberpopulation schwächen kann.
3. Bedeutung für Imkerei und Landwirtschaft
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Risiko für Honigbienen: Völker können durch Hornissen erheblich unter Druck geraten, da Arbeiterinnen gezielt vor den Bienenstöcken lauern.
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Folgen: Schwächung von Bienenvölkern kann indirekt auch die Bestäubungsleistung für Landwirtschaft und Natur verringern.
4. Gefahreneinschätzung für Menschen
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Stiche: Für Menschen ist die Asiatische Hornisse nicht gefährlicher als die heimische Hornisse. Panik ist daher nicht angebracht.
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Problematisch: Werden Nester gestört, können Schwärme aggressiv reagieren. Für Allergiker besteht – wie bei heimischen Wespen oder Bienen – ein Risiko.
5. Maßnahmen und Ausblick
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Monitoring: NABU ruft zur Meldung von Sichtungen auf, um die Ausbreitung besser erfassen zu können.
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Bekämpfung: In Frankreich und Südeuropa sind Versuche zur Eindämmung bislang wenig erfolgreich – was darauf hindeutet, dass auch in Deutschland eine dauerhafte Etablierung wahrscheinlich ist.
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Ausblick: Eine weitere Ausbreitung nach Mittel- und Ostdeutschland ist zu erwarten. Entscheidend wird sein, wie gut Monitoring und Schutzmaßnahmen für Imkerei und Biodiversität greifen.