Dark Mode Light Mode

Stadt Zürich will Personenzahl in städtischen Mietwohnungen kontrollieren

Sonyuser (CC0), Pixabay

Die Stadt Zürich verschärft die Kontrolle über die Belegung ihrer städtischen Mietwohnungen. Künftig soll verstärkt überprüft werden, wie viele Personen tatsächlich in den Wohnungen der Stadt und ihrer Liegenschaften leben. Ziel ist es, Überbelegung und unrechtmäßige Untervermietung einzudämmen und sicherzustellen, dass der knappe Wohnraum gerecht verteilt wird.

Hintergrund

Die Nachfrage nach städtischen Wohnungen ist seit Jahren hoch. Die Immobilien im Besitz der Stadt gelten als besonders begehrt, da sie im Durchschnitt deutlich günstiger sind als vergleichbare Objekte auf dem freien Markt. Gleichzeitig häufen sich Hinweise, dass Wohnungen teilweise überbelegt sind oder dass Mieter sie unzulässig an Dritte weitervermieten.

Geplante Maßnahmen

Nach Angaben der zuständigen Stellen sollen künftig regelmäßige Kontrollen und Abgleiche mit den offiziellen Melderegistern stattfinden. So soll sichergestellt werden, dass die Zahl der Bewohner mit den Mietverträgen übereinstimmt. Bei Verstößen drohen Verwarnungen, im Extremfall auch Kündigungen.

Reaktionen

  • Unterstützung kommt von Teilen der Bevölkerung und der Politik, die in der Maßnahme ein Mittel sehen, um den städtischen Wohnungsmarkt fairer zu gestalten.

  • Kritik äußern hingegen Mieterverbände und Datenschützer. Sie warnen vor einer möglichen „Überwachung“ und vor zu starker Einmischung in die Privatsphäre der Bewohner. Zudem wird die Frage gestellt, wie verhältnismäßig solche Kontrollen sind.

Ziel der Stadt

Die Stadt Zürich betont, dass es ihr nicht darum gehe, Mieter zu gängeln, sondern die soziale Wohnraumversorgung zu sichern. Mit den Maßnahmen wolle man verhindern, dass einzelne Mieter von günstigen Konditionen profitieren, während viele andere auf der Warteliste stünden.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

KI gibt britischer Künstlerin nach 25 Jahren ihre eigene Stimme zurück

Next Post

Arbeitslosenzahl übersteigt erstmals seit 15 Jahren im August die Drei-Millionen-Marke