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Merck feiert Durchbruch: EU erteilt Zulassung für neues Krebsmittel Ogsiveo

qimono (CC0), Pixabay

Das Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck hat einen wichtigen Meilenstein im Kampf gegen Krebs erzielt: Die EU-Kommission hat die Zulassung für das Medikament Ogsiveo erteilt. Damit ist es die erste und bislang einzige in der Europäischen Union verfügbare Therapie gegen sogenannte Desmoidtumoren, eine seltene Form von Weichteiltumoren, die Erwachsene betreffen kann.

Für Merck kommt die Nachricht zum perfekten Zeitpunkt: Erst im Juli hatte der Konzern den US-Biotech-Spezialisten Springworks Therapeutics übernommen – für einen Milliardenbetrag. Genau aus dessen Forschungsarbeit stammt das nun zugelassene Präparat. Mit der Genehmigung hat Merck damit nicht nur einen strategischen Zukauf getätigt, sondern kann auch unmittelbar von einem marktreifen, innovativen Wirkstoff profitieren.

Hoffnung für Betroffene seltener Tumoren
Desmoidtumoren sind gutartig im Sinne von nicht metastasierend, können aber durch ihr aggressives Wachstum lebensgefährlich werden, wenn sie Organe, Nerven oder Blutgefäße beeinträchtigen. Bisher standen Ärztinnen und Patienten oft ohne wirksame spezifische Therapien da. Mit Ogsiveo gibt es nun erstmals eine gezielte Arznei, die den Betroffenen neue Perspektiven eröffnet.

„Die Zulassung ist ein Durchbruch für Patienten, die bislang kaum Therapieoptionen hatten“, hieß es in einer Stellungnahme des Unternehmens. Experten sehen darin einen wichtigen Fortschritt für die personalisierte Krebsmedizin und die Behandlung seltener Erkrankungen.

Strategischer Schritt für Merck
Für Merck bedeutet die EU-Zulassung auch einen kräftigen Schub im lukrativen, aber hart umkämpften Markt der Onkologie. Bereits seit Jahren investiert das Unternehmen massiv in Forschung und Übernahmen, um sich neben der klassischen Chemie- und Pharmasparte auch als führender Anbieter innovativer Biopharmazeutika zu etablieren.

Mit Ogsiveo könnte Merck nicht nur seine Position im Bereich seltener Krankheiten stärken, sondern sich auch weitere Türen öffnen: Experten gehen davon aus, dass die zugrundeliegende Technologie mittelfristig auch für andere Tumorarten Anwendung finden könnte.

Ausblick
Mit dem heutigen Zulassungsbescheid wird Ogsiveo in den kommenden Wochen in den EU-Mitgliedsstaaten verfügbar sein. Ärzte und Patientengruppen hatten sehnsüchtig auf diesen Schritt gewartet. Für Merck selbst könnte die Entscheidung zudem ein Signal an Investoren sein: Der milliardenschwere Zukauf beginnt sich schon jetzt auszuzahlen.

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