Der Autovermieter Sixt hat im ersten Halbjahr einen kräftigen Gewinnanstieg erzielt und damit die wirtschaftlichen Bremsspuren aus dem Vorjahr weitgehend ausradiert. Zwischen Januar und Juni 2025 erwirtschaftete das Unternehmen einen Überschuss von knapp 66 Millionen Euro – mehr als das Zweieinhalbfache des Gewinns im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Finanzvorstand Franz Weinberger bezeichnete die Entwicklung als „starkes Ergebnis“ und betonte, dass Sixt im ersten Halbjahr sowohl von einer soliden Nachfrage im Vermietgeschäft als auch von verbesserten Rahmenbedingungen am Gebrauchtwagenmarkt profitieren konnte.
Rückblick: 2024 hatte Sixt stark unter dem deutlichen Preisrückgang bei Gebrauchtwagen gelitten. Der Konzern verkauft regelmäßig seine aus dem Mietbetrieb genommenen Fahrzeuge weiter, doch durch den damaligen Preisverfall fielen die Erlöse spürbar geringer aus. Ursache waren unter anderem ein erhöhtes Angebot auf dem Gebrauchtwagenmarkt und eine schwächere Nachfrage, was die Margen beim Fahrzeugverkauf drückte.
Trendwende am Markt
In diesem Jahr hat sich die Lage grundlegend geändert. Der Gebrauchtwagenmarkt hat sich stabilisiert, in einigen Segmenten sind die Preise sogar wieder gestiegen. Dadurch konnte Sixt für ausgemusterte Mietfahrzeuge deutlich bessere Verkaufspreise erzielen. Dieser Effekt schlug sich direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung nieder.
Geschäftsentwicklung
Neben dem stabilisierten Fahrzeugverkauf profitierte Sixt von einer robusten Nachfrage nach Mietwagen, getrieben durch eine anhaltend hohe Reiselust und eine starke Präsenz an Flughäfen und touristischen Hotspots. Auch im Geschäftskundensegment blieb die Nachfrage hoch.
Mit dem Halbjahresergebnis im Rücken sieht sich Sixt gut gerüstet für die zweite Jahreshälfte. Offizielle Prognosen für das Gesamtjahr wurden zwar noch nicht angepasst, doch der deutliche Gewinnsprung lässt erwarten, dass der Autovermieter 2025 wieder klar an das Vorkrisenniveau anknüpfen kann.