Die Afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC schlägt Alarm: Beinahe die Hälfte aller Staaten auf dem Kontinent ist derzeit von Cholera betroffen. Nach den aktuellen Zahlen wurden allein in diesem Jahr bereits 205.000 Fälle gemeldet – und ein Ende der Welle ist nicht in Sicht.
Mehr Länder betroffen als im Vorjahr
Derzeit melden 23 Länder aktive Ausbrüche. Damit liegt die Zahl der betroffenen Staaten über der des Vorjahres, in dem 20 Länder zusammen rund 254.000 Infektionen verzeichneten. Angesichts der bereits hohen Fallzahlen befürchten Gesundheitsexperten, dass 2025 ein Rekordjahr werden könnte.
Regenzeit verstärkt das Risiko
Besonders kritisch ist die Lage in West- und Zentralafrika, wo die Regenzeit entweder bereits begonnen hat oder unmittelbar bevorsteht. Starke Niederschläge und Überschwemmungen verschmutzen vielerorts Trinkwasserquellen und begünstigen so die Verbreitung des Bakteriums Vibrio cholerae.
In vielen betroffenen Regionen fehlen zudem funktionierende Abwassersysteme und ausreichende Hygienemaßnahmen. Provisorische Lager für Binnenvertriebene oder Geflüchtete, in denen Menschen oft dicht gedrängt leben, erhöhen zusätzlich die Ansteckungsgefahr.
Gefährliche, aber vermeidbare Krankheit
Cholera ist eine akute bakterielle Infektionskrankheit, die vor allem durch verunreinigtes Wasser und Lebensmittel übertragen wird. Typische Symptome sind starker Durchfall und Erbrechen, die zu lebensbedrohlichem Flüssigkeitsverlust führen können. Ohne Behandlung kann Cholera innerhalb weniger Stunden zum Tod führen.
Mit einer rechtzeitigen medizinischen Versorgung – insbesondere der Gabe von Rehydrierungslösungen und Antibiotika – lässt sich die Sterblichkeit jedoch deutlich senken.
Internationale Hilfe und Prävention nötig
Africa CDC ruft zu einer verstärkten internationalen Unterstützung auf, um die Ausbreitung einzudämmen. Priorität haben dabei:
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Schneller Zugang zu sauberem Trinkwasser
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Verbesserte Abwasserentsorgung
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Aufklärungskampagnen über Hygienemaßnahmen
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Rasche Bereitstellung von Impfstoffen in Hochrisikogebieten
Ohne konsequente Maßnahmen droht die Zahl der Erkrankungen in den kommenden Monaten weiter dramatisch zu steigen – und möglicherweise die Werte des Vorjahres deutlich zu übertreffen.