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BaFin warnt vor betrügerischem Auftreten unter dem Namen Maple Capital Investment – Identitätsmissbrauch in WhatsApp-Gruppen und über mapleinv(.)com
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BaFin warnt vor betrügerischem Auftreten unter dem Namen Maple Capital Investment – Identitätsmissbrauch in WhatsApp-Gruppen und über mapleinv(.)com

Pixaline (CC0), Pixabay

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt eindringlich vor betrügerischen Angeboten, die derzeit unter dem Namen Maple Capital Investment über die Website mapleinv(.)com und in WhatsApp-Gruppen verbreitet werden. Nach Erkenntnissen der Aufsichtsbehörde werden potenzielle Anlegerinnen und Anleger über soziale Medien wie Facebook und Instagram in scheinbar seriöse Finanzgruppen gelockt, in denen angeblich Professor Richard Dennis und seine Assistentin Katharina Weber tätig seien.

Die BaFin stellt klar: Weder der bekannte Trader Richard Dennis noch ein Unternehmen der Maple Capital Gruppe stehen in Verbindung zu diesen Angeboten. Es handelt sich eindeutig um Identitätsmissbrauch. Auch die Behauptung, das angebliche Unternehmen werde von der BaFin beaufsichtigt, ist falsch.

Vorgehensweise: Professionell inszenierter Anlagebetrug

In den betreffenden WhatsApp-Gruppen – mit Namen wie „i2 Maple Capita – 2. Vermögensseminar“ oder „109 Maple Leaf Business School“ – werden laut BaFin vermeintlich exklusive Anlagetipps und Seminare angeboten. Die Gruppenmitglieder sollen sich dazu in einer App namens MapleVip registrieren und dort ein Konto eröffnen. Im weiteren Verlauf werden sie aufgefordert, ihr Handelskapital auf ein „institutionelles Konto“ zur gemeinsamen Vermögensverwaltung zu überweisen.

Der Aufbau des Vertrauensverhältnisses erfolgt schrittweise:

  • Werbung über Social Media verspricht kostenlose Börsentipps oder Insiderwissen von „Experten“.

  • In den Gruppen tritt ein angeblicher Finanzprofi auf, oft mit einer Assistenzperson, die das Ganze organisatorisch unterstützt.

  • Über Wochen werden fingierte Lektionen, Kurse und Gewinnspiele angeboten, um Seriosität vorzutäuschen.

  • In vielen Fällen wird zusätzlich ein angeblich vorbörslicher Krypto-Token beworben.

  • Anleger werden unter Druck gesetzt, wiederholt Einzahlungen zu tätigen, während Auszahlungen zunehmend verzögert oder ganz verweigert werden.

In der Anfangsphase kommt es teilweise zu kleinen Testauszahlungen, um Vertrauen zu schaffen. Doch sobald größere Beträge im Spiel sind, brechen die Kommunikationskanäle oft ab, und die Website-Adressen wechseln oder sind nicht mehr erreichbar.

Keine Erlaubnis, kein Schutz – Anleger sind auf sich gestellt

Nach deutschem Recht dürfen Finanz-, Wertpapier- oder Kryptowerte-Dienstleistungen nur mit Erlaubnis der BaFin angeboten werden. Für die Angebote von Mapleinv(.)com und die dazugehörigen Aktivitäten liegt keine solche Genehmigung vor. Die BaFin informiert gemäß § 37 Abs. 4 Kreditwesengesetz (KWG) sowie § 10 Abs. 7 Kryptomärkteaufsichtsgesetz (KMAG).

Die BaFin warnt ausdrücklich:
Anlegerinnen und Anleger sollten keinerlei Zahlungen leisten, keine Apps installieren und keine persönlichen Daten preisgeben. Besonders bei Angeboten über soziale Medien und Messenger-Dienste gilt erhöhte Vorsicht – seriöse Anbieter werben nicht mit fragwürdigen Gruppen, prominenten Namen ohne Bezug oder unrealistischen Gewinnversprechen.

Ob ein Anbieter tatsächlich eine BaFin-Erlaubnis besitzt, kann jederzeit über die Unternehmensdatenbank der BaFin geprüft werden. Wer bereits investiert hat oder betroffen ist, sollte sich umgehend an die Verbraucherschutzstellen oder Strafverfolgungsbehörden wenden.

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