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Faktencheck: Trump fordert Anklage gegen Beyoncé – basierend auf nicht existenter Zahlung

Alexas_Fotos (CC0), Pixabay

US-Präsident Donald Trump hat am Wochenende auf Social Media für Aufsehen gesorgt, indem er die strafrechtliche Verfolgung der Pop-Ikone Beyoncé forderte. Grund dafür: Eine angebliche Zahlung in Höhe von 11 Millionen US-Dollar für ihre Unterstützung der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris – ein Betrag, für den es keinerlei Beweise gibt.

Trump behauptete, Beyoncé habe diese Summe im Zusammenhang mit einem Auftritt bei einer Wahlkampfveranstaltung von Kamala Harris im Oktober 2024 in Houston erhalten. Tatsächlich zeigen die offiziellen Ausgabenberichte der Harris-Kampagne lediglich eine Zahlung von 165.000 US-Dollar an Beyoncés Produktionsfirma – für die technische Durchführung des Events, nicht für eine persönliche Gage oder Unterstützung.

Ein Sprecher der Harris-Kampagne betonte, dass keine der prominenten Unterstützer*innen für ihre Auftritte bezahlt worden sei – gesetzlich sei man jedoch verpflichtet, Produktionskosten für Veranstaltungen zu übernehmen.

Bereits 2024 hatten sich Gerüchte über angebliche Millionenbeträge für Beyoncé verbreitet. Diese wurden von unabhängigen Faktencheckern wie PolitiFact und FactCheck.org untersucht – ohne jegliche Belege. Auch Beyoncé selbst äußerte sich über ihre Sprecher: Die Behauptung sei „völlig lächerlich“.

Tina Knowles, Beyoncés Mutter, widersprach den Gerüchten ebenfalls öffentlich und wies darauf hin, dass die Fake-Behauptung von Instagram als „Falschinformation“ entfernt wurde.

Trotz allem belebte Trump die Geschichte nun erneut, diesmal während eines Aufenthalts in Schottland. In einem nächtlichen Post sprach er von einem „illegalen“ Millionenbetrag und forderte die strafrechtliche Verfolgung von Beyoncé, Kamala Harris und anderen prominenten Unterstützern der Demokraten. Beweise legte er erneut nicht vor – sein angeblicher Informationsgeber: „Jemand hat mir etwas gezeigt.“

Tatsächlich ist es laut US-Gesetz nicht verboten, Zahlungen für politische Unterstützung zu leisten – sofern sie korrekt deklariert werden. Doch genau das bleibt in diesem Fall strittig: Es gibt keinerlei Hinweise, dass eine Zahlung über 11 Millionen Dollar jemals erfolgt ist.


Fazit: Trumps Vorwurf basiert nicht auf nachweisbaren Fakten. Weder gibt es Belege für eine 11-Millionen-Dollar-Zahlung, noch wäre eine solche Zahlung automatisch illegal. Die Forderung nach einer Strafverfolgung von Beyoncé scheint politisch motiviert und entbehrt jeder rechtlichen Grundlage.

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