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Trump auf Golfreise in Schottland – Kritik, Proteste und politische Gespräche

geralt (CC0), Pixabay

US-Präsident Donald Trump hat sich nach Schottland begeben, um der politischen Krise in Washington zu entfliehen – offiziell als „Arbeitsbesuch“ deklariert, faktisch jedoch stark golfbetont. Trump besucht seine Resorts Trump Turnberry und Trump International in Aberdeenshire, nahe der Heimat seiner Mutter Mary Anne MacLeod. Anlass ist unter anderem die Eröffnung eines neuen Golfplatzes, benannt nach ihr.

Während seiner fünftägigen Reise sind zwei politische Termine geplant: ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Sonntag, um einen drohenden 30%igen US-EU-Strafzoll ab 1. August abzuwenden, sowie ein Gespräch mit Großbritanniens Premierminister Keir Starmer am Montag zur weiteren Ausgestaltung des US-UK-Handelsabkommens.

Trotz offizieller Termine wird Trump die meiste Zeit auf dem Golfplatz verbringen – sehr zum Ärger von Kritikern. Proteste wurden bereits angekündigt. In Edinburgh und Aberdeen plant das Bündnis Stop Trump Scotland Demonstrationen unter dem Motto „Festival of Resistance“. Auch die schottische Tageszeitung The National titelte provokant: „Verurteilter US-Verbrecher kommt nach Schottland“.

Ein Foto des Schilds „Twinned with Epstein Island“ vor einem seiner Golfclubs machte online die Runde – ein Hinweis auf die nicht abebbenden Fragen zur Epstein-Affäre, die Trumps Administration weiterhin belasten.

Trump selbst zeigt sich von der Kritik unbeeindruckt. Er lobte seine Resorts als die besten der Welt und äußerte die Hoffnung, dass eines Tages die British Open nach Turnberry zurückkehren werde. Dies ist derzeit unwahrscheinlich – aus logistischen, aber auch politischen Gründen.

Trotz der Vorwürfe und laufender Skandale inszeniert sich Trump in Schottland als Unternehmer mit familiären Wurzeln – und als Präsident, der „große Deals“ in Europa aushandeln will. Für viele Schotten bleibt seine Präsenz jedoch ein politisches Reizthema.

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