Bargeldlose Zahlungssysteme sind auf vielen Festivals inzwischen Standard: Statt mit Bargeld bezahlen Besucher mit Bezahlchips, die vorab mit Guthaben aufgeladen werden. Doch dieses System sorgt für Kritik seitens der Verbraucherzentrale, denn viele Veranstalter verlangen unzulässige Zusatzkosten.
Wo liegt das Problem?
Die Verbraucherzentrale bemängelt mehrere Punkte:
-
Gebühren für Aktivierung und Erstaufladung des Chips
-
Entgelt für Rückerstattung des Restguthabens nach dem Festival
-
Mindestbeträge für die Rückzahlung von Guthaben
-
Kurze Fristen von nur wenigen Wochen, um das Guthaben zurückzufordern
Diese Praktiken benachteiligen Verbraucher, da sie den Zugang zum eigenen Geld erschweren oder mit versteckten Kosten belasten.
Rechtliche Lage
Nach Auffassung der Verbraucherschützer sind zusätzliche Gebühren für Rückerstattungen nicht zulässig, da sie dem Grundsatz der fairen Vertragsabwicklung widersprechen. Auch extrem kurze Fristen stehen in der Kritik, weil sie faktisch dazu führen, dass ungenutztes Guthaben verfällt.
Warum setzen Veranstalter auf Chips?
Bargeldlose Systeme sollen den Zahlungsprozess beschleunigen und das Risiko von Diebstahl oder Falschgeld verringern. Für Festivalbesucher bedeutet das jedoch: Vorabzahlung, fehlende Transparenz über Kosten und eingeschränkter Zugriff auf das eigene Guthaben.
Was raten Verbraucherschützer?
-
Vorab AGB genau prüfen
-
Auf mögliche Zusatzkosten und Fristen achten
-
Restguthaben sofort nach dem Festival beantragen, um Verfall zu verhindern
Die Verbraucherzentrale fordert klare gesetzliche Regelungen, um Verbraucherrechte bei bargeldlosen Festival-Systemen zu stärken.