Die Webseiten der Landesregierung von Sachsen-Anhalt sind erneut Ziel eines Hackerangriffs geworden. Wie der zuständige IT-Dienstleister Dataport auf Anfrage des MDR bestätigte, kam es am Sonntag zu massiven technischen Störungen, die auch am Montag noch spürbare Einschränkungen verursachen können.
Um eine weitere Überlastung der Server zu verhindern, hat Dataport den Zugang zu den Regierungsseiten aus bestimmten Weltregionen vorübergehend gesperrt. Der digitale Schutz soll so gestärkt werden, bis die Lage vollständig unter Kontrolle ist.
Bereits am vergangenen Donnerstag war ein ähnlicher Angriff gemeldet worden. Die Verantwortlichen vermuten hinter der Attacke erneut eine pro-russische Hackergruppe, die mutmaßlich durch sogenannte DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) die Systeme gezielt lahmgelegt hat. Dabei werden Server mit einer Flut von Anfragen überlastet, um sie zeitweise unbrauchbar zu machen.
Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Attacken dauern an. Der Fall reiht sich ein in eine Serie von Cyberangriffen auf öffentliche Einrichtungen in Deutschland, die in den vergangenen Monaten zugenommen haben.