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Eintritt in US-Nationalparks wird für ausländische Besucher teurer – Trump setzt auf „America First“

12019 (CC0), Pixabay

Die USA planen, den Eintritt für ihre Nationalparks künftig nach Herkunft der Besucher zu staffeln. Ausländische Touristinnen und Touristen sollen deutlich mehr zahlen als amerikanische Staatsbürger. Ein entsprechendes Dekret wurde jetzt vom Weißen Haus veröffentlicht – unterzeichnet von US-Präsident Donald Trump. Vor Anhängern erklärte Trump, dass die Eintrittspreise für US-Bürger niedrig bleiben sollen. Die Maßnahme begründete er mit seinem bekannten Motto: „America First“.

Trump betonte, dass die Amerikaner bei der Nutzung ihrer eigenen Natur- und Kulturschätze bevorzugt behandelt werden müssten. Ausländische Besucher hingegen würden künftig einen höheren Beitrag leisten, wenn sie die landschaftlichen Höhepunkte des Landes erleben wollten. Die Mehreinnahmen sollen nach Regierungsangaben Hunderte Millionen US-Dollar einbringen.

Gelder sollen Naturschutz und Infrastruktur zugutekommen

Die zusätzlichen Einnahmen aus den höheren Eintrittspreisen sollen laut US-Regierung für dringend benötigte Naturschutzprojekte und den Abbau des Sanierungsstaus in den Nationalparks verwendet werden. Viele Parks leiden unter maroder Infrastruktur – von kaputten Straßen über veraltete Besucherzentren bis hin zu fehlenden Mitteln für die Pflege von Wanderwegen und historischen Stätten. Durch die neuen Gebühren will die Trump-Regierung zusätzliche Mittel erschließen, ohne amerikanische Haushalte stärker zu belasten.

Kritik an nationaler Preisdifferenzierung

Kritiker bemängeln, dass der Schritt ausländische Gäste abschrecken und das internationale Image der USA als Reiseziel beschädigen könnte. Tourismusverbände und Umweltorganisationen warnten zudem davor, den Zugang zu öffentlichen Naturräumen von der Staatsangehörigkeit abhängig zu machen. Natur solle für alle Menschen zugänglich sein – unabhängig von ihrer Herkunft.

Die konkreten Preisänderungen wurden noch nicht veröffentlicht. Bislang kostet der Besuch vieler Nationalparks rund 30 bis 35 US-Dollar pro Fahrzeug für sieben Tage. Mit der geplanten Neuregelung könnten die Preise für internationale Besucher deutlich steigen. Wann die Regelung in Kraft treten soll, ließ das Weiße Haus offen.

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