Erdbeeren gelten als Inbegriff des Sommers – doch das süße Vergnügen wird zunehmend zum Luxusgut. Wie aktuelle Zahlen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) zeigen, ist der Preis für ein Kilogramm deutscher Erdbeeren seit 2015 um fast 70 Prozent gestiegen. Kostete das Kilo damals im Schnitt noch 3,94 Euro, mussten Verbraucher im vergangenen Jahr bereits 6,65 Euro bezahlen.
Die Gründe für den Preisanstieg liegen nicht nur in gestiegenen Produktionskosten, sondern auch in einer deutlich gesunkenen Angebotsmenge. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes:
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ging die Zahl der Erdbeerbetriebe um 24,1 Prozent auf 1.702 zurück,
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die Anbaufläche schrumpfte um 28,4 Prozent auf 13.149,5 Hektar,
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und die Erntemenge fiel um 30,3 Prozent auf 120.352 Tonnen.
Ursachen sind unter anderem hohe Lohnkosten, Fachkräftemangel, Wetterextreme sowie ein zunehmender Preisdruck durch Importe. Viele kleinere Betriebe haben in den letzten Jahren aufgegeben oder auf andere Kulturen umgestellt.
Trotz der hohen Preise bleibt die Nachfrage nach der roten Lieblingsfrucht groß. Für viele ist der Genuss regionaler Erdbeeren weiterhin ein fester Bestandteil des Sommers – nur eben in kleinerer Menge oder als besonderes Highlight.
Die Entwicklung zeigt aber auch: Regionaler Anbau braucht politische und wirtschaftliche Unterstützung, um dauerhaft konkurrenzfähig zu bleiben. Andernfalls könnten heimische Erdbeeren bald zur Rarität werden.