Das Bürgergeld steht erneut in der Kritik: 72 Prozent der Empfängerinnen und Empfänger halten den aktuellen Regelsatz laut einer aktuellen Umfrage für zu niedrig, um ein würdevolles Leben führen zu können. Besonders alarmierend: Mehr als die Hälfte der befragten Eltern (54 Prozent) gab an, zugunsten ihrer Kinder auf Mahlzeiten zu verzichten.
Die Umfrage wurde vom Verein Sanktionsfrei in Auftrag gegeben, der sich für die Rechte und Bedürfnisse von Bürgergeld-Beziehenden einsetzt. Sie verdeutlicht, dass viele Betroffene sich in einer prekären Lebenssituation befinden – trotz staatlicher Unterstützung.
Der Verein kritisiert, dass der gesetzlich festgelegte Regelsatz zu weit von der realen Lebenswirklichkeit entfernt sei – besonders in Zeiten von Inflation, steigenden Mieten und Lebensmittelpreisen. Die Ergebnisse der Befragung werfen Fragen auf zur sozialen Gerechtigkeit und Wirksamkeit des Bürgergeld-Systems.
Sozialverbände fordern angesichts der Zahlen eine spürbare Erhöhung der Regelsätze sowie bessere Unterstützungsangebote für Familien. Auch die Politik gerät zunehmend unter Druck, nachzusteuern, um Existenzsicherung und gesellschaftliche Teilhabe für alle gewährleisten zu können.
Die Umfrage macht deutlich: Für viele Bürgergeld-Empfänger bleibt ein würdevolles Leben trotz Unterstützung ein täglicher Kampf.