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Großbrandserie in Berlin: 36 Transporter gehen in Flammen auf – Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

12019 (CC0), Pixabay

In Berlin sind in der Nacht zu Montag insgesamt 36 Transporter durch mutmaßlich vorsätzliche Brandstiftung zerstört worden. Die Fahrzeuge standen in den Stadtteilen Britz und Lichtenberg. Die Ermittlungsbehörden prüfen derzeit, ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Tatorten besteht. Die Polizei schließt auch ein politisch motiviertes Tatmotiv nicht aus. Der Staatsschutz wurde in die Ermittlungen eingeschaltet.

Der erste Brand brach gegen 2:30 Uhr auf einem Betriebshof in Berlin-Lichtenberg aus. Dort gingen nach bisherigen Erkenntnissen 17 Fahrzeuge eines Telekommunikationsunternehmens in Flammen auf. Nur wenige Stunden später kam es im Stadtteil Britz zu einer weiteren Brandserie, bei der 19 Transporter eines Paketzustellers betroffen waren. Die Fahrzeuge waren auf einem umzäunten Parkplatz eines Logistikunternehmens abgestellt.

Die Berliner Feuerwehr war in beiden Fällen mit einem Großaufgebot im Einsatz. Rund 100 Kräfte waren zeitweise vor Ort, um die Flammen zu löschen und ein Übergreifen auf angrenzende Hallen und Wohngebäude zu verhindern. Der Brand konnte nach mehreren Stunden unter Kontrolle gebracht werden, verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Nach Angaben eines Polizeisprechers gebe es „konkrete Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung“. In beiden Fällen seien Spuren am Tatort gesichert worden, darunter mögliche Brandbeschleuniger. Videoaufzeichnungen von Überwachungskameras werden derzeit ausgewertet. Auch Zeugenaussagen würden nun gesammelt und ausgewertet.

Ein Sprecher der Innenverwaltung äußerte sich besorgt über die Vorfälle: „Die gezielte Zerstörung von Wirtschaftsgütern dieser Größenordnung ist nicht nur ein Angriff auf einzelne Unternehmen, sondern trifft auch die Infrastruktur der Stadt. Es ist unsere Aufgabe, rasch zu klären, wer hinter diesen Anschlägen steckt und welche Ziele damit verfolgt wurden.“

Insbesondere der Fall in Britz erinnert laut Behördenangaben an frühere Brandanschläge auf Logistikunternehmen. In der Vergangenheit wurden ähnliche Taten immer wieder von linksextremen Gruppen als Protest gegen Arbeitsbedingungen und Kapitalismus gerechtfertigt. Ob dies auch diesmal der Hintergrund ist, ist bislang aber rein spekulativ.

Die betroffenen Unternehmen zeigten sich bestürzt über die Vorfälle. Ein Sprecher des Paketzustellers erklärte: „Diese Attacke stellt nicht nur einen massiven wirtschaftlichen Schaden für uns dar, sondern trifft auch unsere Mitarbeitenden und die Menschen, die auf pünktliche Zustellung angewiesen sind.“

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise. Wer in der Nacht verdächtige Beobachtungen im Bereich der betroffenen Betriebsgelände gemacht hat, wird gebeten, sich bei der Kriminalpolizei zu melden. Die Schadenshöhe wird derzeit auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt.

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