Was als politische Zusammenarbeit begann, endet nun in einem öffentlichen Machtkampf zweier Titanen: Donald Trump und Elon Musk liefern sich einen offenen Schlagabtausch, der in den USA für großes Aufsehen sorgt – mit gegenseitigen Anschuldigungen, Drohungen und politischen Konsequenzen.
Der ehemalige US-Präsident Trump hatte Musk ursprünglich als Berater herangezogen, um bei der Neustrukturierung von Bundesbehörden mitzuwirken und tausende Stellen im Staatsdienst abzubauen. Doch nun ist das Verhältnis zerrüttet – insbesondere wegen Meinungsverschiedenheiten über Trumps zentrales Gesetzespaket aus Steuer- und Haushaltskürzungen.
Sechs zentrale Entwicklungen im Trump-Musk-Streit:
1. Trump „sehr enttäuscht“ von Musk:
Musk nannte Trumps Gesetzespaket eine „widerliche Abscheulichkeit“ – insbesondere weil es Förderungen für Elektrofahrzeuge streichen würde, ein direkter Schlag gegen Musks Unternehmen Tesla. Trump reagierte enttäuscht: „Ich habe Elon viel geholfen“, sagte er bei einem Treffen mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz.
2. Musk befürwortet drittes Amtsenthebungsverfahren:
Auf Social Media stimmte Musk einem Post zu, in dem Trumps Absetzung gefordert wurde. Es wäre bereits das dritte Impeachment gegen den Ex-Präsidenten – zwei vorherige scheiterten im Senat.
3. Musk warnt vor Rezession durch Trump-Zölle:
Trumps wirtschaftspolitisches Aushängeschild, seine Zollpolitik, sei laut Musk eine direkte Bedrohung für die Konjunktur: „Diese Zölle werden in der zweiten Jahreshälfte eine Rezession auslösen“, schrieb er auf X (ehemals Twitter).
4. Musk beschuldigt Trump in Epstein-Affäre:
In einem brisanten Post behauptete Musk, Trump sei in die Akte rund um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein verwickelt – und dass genau deshalb Teile der Unterlagen geheim blieben. Das Weiße Haus wies die Vorwürfe als „bedauerliche Episode“ eines enttäuschten Beraters zurück.
5. Trump droht mit Entzug staatlicher Aufträge:
In einem weiteren Social-Media-Beitrag kündigte Trump an, alle staatlichen Subventionen und Verträge mit Musks Unternehmen zu streichen. Die Reaktion an der Börse: Teslas Aktien fielen um 14 Prozent – rund 150 Milliarden US-Dollar Marktwert gingen verloren.
6. Bannon fordert Musks Abschiebung:
Der ultrakonservative Trump-Vertraute Steve Bannon fordert nun eine Überprüfung von Musks Einwanderungsstatus – mit dem Ziel, ihn aus den USA auszuweisen. Musk ist zwar inzwischen US-Staatsbürger, aber Bannon behauptet, es gebe „Hinweise auf Unregelmäßigkeiten“.
Fazit: Persönlicher Bruch mit politischen Folgen
Die einstige Allianz zwischen einem republikanischen Ex-Präsidenten und einem der reichsten Männer der Welt ist endgültig zerbrochen – mit Konsequenzen für Politik, Wirtschaft und internationale Beobachter. In einem polarisierten Amerika dient die Fehde auch als Symbol für eine wachsende Kluft zwischen traditionellen Machtzentren und Tech-Eliten.