Tom Thibodeau hat die New York Knicks in den vergangenen Jahren sportlich stabilisiert und kulturell neu geprägt. Doch am Ende reichte all das nicht aus: Am 3. Juni gab die Franchise offiziell die Trennung vom 66-jährigen Head Coach bekannt. Der Grund? Die Knicks wollen endlich wieder um den Titel spielen – und setzen dafür auf einen Neuanfang.
„Unsere Organisation ist kompromisslos auf den Gewinn einer Meisterschaft fokussiert“, erklärte Präsident Leon Rose in einem offiziellen Statement. „Diese Ausrichtung hat uns zur schweren Entscheidung geführt, Tom mitzuteilen, dass wir einen neuen Weg einschlagen.“
Thibodeaus Bilanz: solide, aber nicht finalwürdig
Seit Thibodeaus Amtsantritt 2020 verbesserte sich das Team Jahr für Jahr:
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2019/20 (vor Thibodeau): 21 Siege
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2020/21: 41-31
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2021/22: 37-45
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2022/23: 47-35
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2023/24: 50-32
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2024/25: 51-31 und Einzug ins Conference-Finale
Die Knicks erreichten erstmals seit 2000 die Eastern Conference Finals, standen dicht vor einem Game 7 – und damit womöglich vor der ersten NBA-Finalteilnahme seit 1999. Doch ausgerechnet das bittere Aus gegen die Indiana Pacers in der Verlängerung von Spiel 1 (nach einer 14-Punkte-Führung) scheint das Vertrauen endgültig erschüttert zu haben.
Das Muster Thibodeau: Fünf Jahre, dann ist Schluss
Nicht nur in New York, auch bei seinen früheren Stationen zeigte sich: Tom Thibodeau bleibt selten lange:
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Chicago Bulls (2010–2015): 5 Saisons, Playoff-Dauerteilnehmer, einmal Conference-Finale
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Minnesota Timberwolves (2016–2019): 3 Saisons, 2x Playoffs, kein Weiterkommen
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New York Knicks (2020–2025): 5 Saisons, 3x Playoffs
Seine Stärken – strukturelle Disziplin, defensiver Fokus, klare Systeme – haben den Knicks wieder Respekt verschafft. Doch offenbar wünscht sich das Management nun eine neue Stimme an der Seitenlinie. Eine, die nicht nur stabilisiert, sondern den letzten Schritt geht: zur Meisterschaft.
Kandidaten? Verbindungen zur CAA könnten eine Rolle spielen
Leon Rose selbst war früher Agent bei der einflussreichen Creative Artists Agency (CAA). Diese Verbindungen könnten auch die Trainerwahl beeinflussen. Als möglicher Kandidat gilt Michael Malone, Meistertrainer der Denver Nuggets (2023) – gebürtig aus Queens und Sohn des legendären Highschool-Coaches Brendan Malone.
Weitere Namen kursieren bereits in den Medien, darunter:
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Kenny Atkinson
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Johnnie Bryant (Knicks-Coaching-Staff)
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Becky Hammon
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Mike Budenholzer
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JJ Redick
Wer auch immer es wird, die Botschaft ist klar: „Win Now“ ist kein Motto mehr – es ist Pflicht.
Analyse:
Thibodeau verlässt New York mit einer respektablen Bilanz – aber ohne Trophäe. Die Entscheidung mag hart wirken, doch sie passt ins Bild der NBA: Auch Erfolg hat ein Verfallsdatum, wenn der ganz große Wurf ausbleibt.