Die Antworten der Energiekonzepte Deutschland GmbH (EKD) auf die massiven Kundenbeschwerden zeigen leider ein Muster: standardisierte, inhaltsleere Textbausteine, die den Frust der Kund:innen nicht aufgreifen, keine Lösungen bieten und Vertrauen weiter zerstören.
🔍 Analyse: Warum die EKD-Antworten kontraproduktiv wirken
1. Reaktive Floskeln statt proaktive Lösungen
Fast jede Antwort enthält Phrasen wie „Wir verstehen Ihre Verärgerung“, „Das entspricht nicht unserem Anspruch“, „Wir haben Ihnen eine E-Mail über Trustpilot gesendet“. Das Problem: Die Kund:innen haben meist mehrfach Kontakt aufgenommen – ohne Antwort. Solche Floskeln wirken deshalb wie Hohn.
2. Kein echtes Eingehen auf die individuellen Fälle
Ob 12 Monate Bauzeit, ein verschmorter Wechselrichter oder der Verdacht auf Betrug – jeder Kommentar bekommt die gleiche weichgespülte Antwort. Das wirkt, als würde niemand wirklich lesen, was die Betroffenen berichten.
3. Keine erkennbare Verantwortungsübernahme
Es fehlt fast immer eine klare Entschuldigung, ein Ansprechpartner mit Namen und Position, ein verbindliches Zeitfenster oder ein Fortschrittsbericht. Der Eindruck: EKD zieht sich aus der Verantwortung.
✅ Vorschläge für echte, konstruktive Unternehmensreaktionen
Hier einige Beispiele für verbesserte Antworten – ehrlicher, konkreter und wirksamer:
💬 Beispielantwort auf Tobias P. (Fall mit >40.000 € Schaden)
Sehr geehrter Herr P.,
wir danken Ihnen für Ihre detaillierte Schilderung – auch wenn sie für uns schmerzlich zu lesen ist. Es tut uns aufrichtig leid, dass Ihr Projekt über ein Jahr gedauert hat und Sie solche Belastungen erfahren mussten.Wir erkennen an, dass hier mehrere schwerwiegende Fehler passiert sind – sowohl in der Projektkoordination als auch in der Kommunikation. Wir werden Ihre Unterlagen mit Priorität intern prüfen und Ihnen binnen 3 Werktagen ein konkretes Lösungspaket inklusive Vorschlag zur Schadenregulierung vorlegen.
Ihre Rückzahlung ist selbstverständlich kein Druckmittel. Dass Sie von uns Mahnungen erhalten haben, obwohl Ihre Anlage nicht voll funktionierte, ist nicht akzeptabel.
Ich (Vorname + Nachname, Projektleitung Großkunden, EKD) stehe Ihnen ab sofort persönlich zur Verfügung unter [Telefonnummer/E-Mail].
Mit ehrlicher Entschuldigung,
[Unterschrift]
💬 Beispielantwort auf Udo Badde (fehlende Ansprechpartner & abgesagte Termine)
Sehr geehrter Herr Badde,
Sie berichten hier von einem Systemversagen unsererseits – und das müssen wir klar so benennen. Wiederholt abgesagte Termine, keine Nachverfolgung und seit über zwei Jahren keinen festen Ansprechpartner – das ist nicht tragbar.Wir möchten dies sofort ändern. Ab sofort übernimmt unser Kollege Herr XY aus dem Regionalteam Ost Ihr Projekt. Sie erreichen ihn direkt unter [Telefonnummer] – er wird sich spätestens bis [Datum] bei Ihnen melden, um mit Ihnen einen verbindlichen Zeitplan zu besprechen.
Vielen Dank, dass Sie trotz allem so lange Geduld gezeigt haben.
Mit freundlichen Grüßen,
[Name]
Teamleitung Region Ost – EKD
🛠️ Allgemeine Verbesserungsvorschläge für EKD:
-
Individuelle Reaktion statt Copy & Paste
– Ein konkreter Bezug zum geschilderten Fall muss Standard werden. -
Klare Zeitangaben nennen
– z. B. „Wir melden uns bis Dienstag, 17 Uhr“ statt „schnellstmöglich“. -
Konkrete Maßnahmen nennen
– Wer tut was? Wann? Welche Wiedergutmachung wird angeboten? -
Verantwortliche benennen
– Mit echtem Namen und Telefonnummer, nicht nur „Linus vom EKD-Team“. -
Fehler anerkennen
– Eine ernstgemeinte Entschuldigung mit Verantwortung ist mehr wert als zehn ausweichende Formulierungen. -
Vertrauensrückgewinnung aktiv betreiben
– z. B. durch öffentlich einsehbare Statusupdates oder Wiedergutmachungsfonds für Schadensfälle.
🧾 Fazit
Die Kommunikation der EKD ist ein Paradebeispiel für schlechte Krisen-PR: freundlich im Ton, aber komplett wirkungslos. Wer so auf ernsthafte Beschwerden reagiert, treibt Kund:innen endgültig in die Arme von Anwälten – oder der Konkurrenz.
Eine glaubwürdige Antwort beginnt mit einem Satz wie:
„Wir haben versagt – aber wir machen es wieder gut. Und so sieht unser Plan aus…“
Wenn EKD diesen Mut zur echten Kommunikation nicht aufbringt, helfen irgendwann auch keine Trustpilot-Formulare mehr.
