Unter dem Motto „Wir machen’s wieder gut“ lädt die Stadt Wien am Freitag und Samstag zur repair:fair ins MuseumsQuartier. Die Messe rund um Reparatur, Secondhand, Upcycling und nachhaltigen Konsum will Alternativen zum Wegwerfen aufzeigen – und bietet dafür ein vielseitiges Programm zum Mitmachen, Lernen und Selbermachen. Der Eintritt ist kostenlos.
Reparieren, tauschen, selbst anpacken
Besucherinnen und Besucher können kaputte Alltagsgegenstände wie Fahrräder, Elektrogeräte oder Kleidung direkt vor Ort kostenlos überprüfen und in vielen Fällen sofort reparieren lassen. Bei komplexeren Schäden beraten Fachleute über mögliche Schritte zur Instandsetzung.
Erstmals wird auch ein durchgehend geöffnetes Repaircafé angeboten, in dem Besucherinnen und Besucher unter fachkundiger Anleitung selbst Hand anlegen können. „Neu ist, dass man etwa Mixer, Akkuwerkzeuge oder alte Telefone selbst reparieren darf – mit Unterstützung von Profis“, erklärt Projektleiter Johann Böhm. Ausgenommen sind lediglich Smartphones und medizinische Geräte.
Begleitprogramm für Groß und Klein
Neben Reparatur-Checks und Secondhand-Ständen bietet die Messe ein buntes Rahmenprogramm: Kleidertauschbörsen, Musik, Bastelstationen für Kinder und zahlreiche Tipps zur Verlängerung der Lebensdauer von Produkten stehen auf dem Plan.
Stadt Wien fördert Reparieren aktiv
Die repair:fair wird vom Wiener Umweltschutzmagistrat veranstaltet und findet bereits zum zweiten Mal statt. Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky betont die Bedeutung der Veranstaltung für eine nachhaltige Stadtentwicklung: „Mit dem Wiener Reparaturbon und der repair:fair machen wir Reparieren attraktiver und leistbarer.“
Das Förderprogramm der Stadt übernimmt bis zu 50 Prozent der Reparaturkosten, maximal 100 Euro. Auch Kostenvoranschläge werden bezuschusst. Seit Einführung des Bon-Systems wurden bereits über 51.000 Gegenstände repariert – laut Stadt Wien ein Beitrag zur Einsparung von mehr als drei Tonnen CO₂.