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Pflegeversicherung vor Finanzkollaps – DAK warnt vor Beitragserhöhung

geralt (CC0), Pixabay

Die DAK-Gesundheit schlägt Alarm: Die Pflegeversicherung steuert nach eigenen Berechnungen auf ein massives Finanzloch zu. Schon für dieses Jahr rechnet die Krankenkasse mit einem Defizit von 1,65 Milliarden Euro – und die Lage dürfte sich weiter verschärfen. Für 2026 prognostiziert DAK-Vorstandschef Andreas Storm ein noch dramatischeres Bild: Das Minus könnte auf 3,5 Milliarden Euro anwachsen.

Sollte es der Politik nicht gelingen, neue Finanzmittel bereitzustellen, sei laut Storm eine Beitragserhöhung um mindestens 0,3 Prozentpunkte zum Jahreswechsel 2026 unvermeidlich. Das träfe Versicherte und Arbeitgeber gleichermaßen.

Der Hintergrund: Die demografische Entwicklung führt zu immer mehr Pflegebedürftigen, während gleichzeitig die Zahl der Erwerbstätigen – und damit der Beitragszahler – stagniert oder sinkt. Hinzu kommen gestiegene Kosten durch höhere Löhne in der Pflege und neue gesetzliche Leistungsansprüche.

Storm betonte die Dringlichkeit politischer Entscheidungen und warnte vor einem Stillstand: „Wenn nicht bald gegengesteuert wird, gerät die Pflegeversicherung in eine Schieflage, die sich nicht mehr mit kleinen Maßnahmen beheben lässt.“

Die DAK fordert ein umfassendes Reformpaket zur nachhaltigen Finanzierung der Pflegeversicherung – etwa durch Steuerzuschüsse oder einen solidarischeren Lastenausgleich. Die Diskussion dürfte angesichts der angespannten Haushaltslage auf Bundesebene nicht leicht werden. Doch klar ist: Ohne Reformen drohen steigende Beiträge und ein wachsender Druck auf Pflegebedürftige und ihre Familien.

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