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Windows 10-Ende – Welche Möglichkeiten gibt es zur Verlängerung des Supports?

HOCKULUS (CC0), Pixabay

Ab Herbst 2025 stellt Microsoft den Support für Windows 10 ein. Ab diesem Zeitpunkt werden keine Sicherheitsupdates mehr bereitgestellt, was bedeutet, dass das Betriebssystem anfällig für Hackerangriffe wird, da Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen werden. Viele Nutzer fragen sich nun, wie sie Windows 10 weiterhin sicher nutzen können, insbesondere wenn die Hardwareanforderungen von Windows 11 für ihren PC zu hoch sind. Doch es gibt Möglichkeiten, den Support zu verlängern – allerdings sind diese mit gewissen Einschränkungen verbunden.

Offizielle Lösung: Verlängerung durch ESU-Lizenz

Die Standardlösung zur Verlängerung des Supports kommt von Microsoft selbst. Das Unternehmen bietet die Möglichkeit, den Windows-10-Support für ein weiteres Jahr gegen eine Gebühr von 30 Euro (bzw. Dollar) zu verlängern. Dafür erhalten Nutzer eine sogenannte ESU-Lizenz (Extended Security Updates), die für die Installation der Sicherheitsupdates nach Ablauf des offiziellen Supports sorgt. Der Lizenzschlüssel muss einfach in den Systemeinstellungen eingegeben werden, um die Updates weiterhin zu erhalten.

Diese Lösung gilt jedoch ausschließlich für Businesskunden, und für Privatkunden sind solche Lizenzschlüssel momentan nicht direkt verfügbar. Unternehmen können den Support sogar für bis zu drei Jahre verlängern. Privatnutzer, die keine Möglichkeit haben, von dieser Regelung zu profitieren, müssen auf andere Lösungen ausweichen.

Externe Lösungen: Micropatches und Gebrauchtlizenzen

Im Internet kursieren zusätzlich noch alternative Lösungen, die von externen Softwarefirmen angeboten werden. Eine davon ist die Nutzung von Micropatches, die speziell für Windows-10-Sicherheitslücken entwickelt werden. Diese Micropatches basieren auf der Tatsache, dass Microsoft Windows 10 für einige Firmenkunden weiterhin mit Sicherheitsupdates versorgt – jedoch nur im Rahmen eines speziellen Programms für Unternehmen. Diese Firmen erhalten nach wie vor Patches für das Betriebssystem, und spezialisierte Softwareanbieter extrahieren diese Updates und stellen sie für Privatkunden zur Verfügung.

Der Blogger und Tech-Autor Günter Born empfiehlt diese Micropatches als vorübergehende Lösung. Axel Vahldieck, Redakteur der Computerzeitschrift c’t, äußert sich jedoch skeptisch und hält diese Methode nur für eine Notlösung. Da nur Microsoft Zugriff auf den Quellcode von Windows hat, sind Micropatches seiner Meinung nach nicht die optimale Lösung, um Sicherheitslücken dauerhaft zu schließen.

Eine weitere Möglichkeit, den Support von Windows 10 zu verlängern, ist der Einsatz von Gebrauchtlizenzen. Diese werden von alten Maschinen – wie etwa Produktionsanlagen oder speziellen Notebooks – abgelöst, die noch mit einer gültigen Version von Windows 10 laufen. Diese sogenannten IoT-Enterprise-Versionen von Windows 10 erhalten weiterhin Sicherheitsupdates von Microsoft. Theoretisch können diese Lizenzen auf einem normalen PC genutzt werden, jedoch erfordert dies einen kompletten Neuaufbau des Systems. Ein weiteres Problem: Es ist schwer, einen Händler zu finden, der garantieren kann, dass diese Lizenzen juristisch einwandfrei sind und der Weiterverkauf von Microsoft genehmigt wurde.

Fazit: Was tun nach Ende des Supports für Windows 10?

Die offizielle Lösung von Microsoft zur Verlängerung des Windows-10-Supports für ein Jahr über die ESU-Lizenz stellt die sicherste Möglichkeit dar, das Betriebssystem weiterhin zu nutzen. Wer auf Windows 10 angewiesen ist, kann sich so für die Übergangszeit behelfen. Für die Zukunft könnte es jedoch sinnvoller sein, auf Windows 11 umzusteigen, sofern die Hardware dies zulässt, oder sogar auf ein alternatives Betriebssystem wie Linux umzusteigen, das langfristig ohne Lizenzgebühren und mit regelmäßigen Sicherheitsupdates versorgt wird. Wer unbedingt bei Windows 10 bleiben möchte, muss sich bewusst sein, dass die Verlängerung des Supports nur eine kurzfristige Lösung darstellt.

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