Schauspieler Walton Goggins genießt es, mit 53 Jahren als Sexsymbol gefeiert zu werden – zumindest meistens. In seinem Monolog bei „Saturday Night Live“ (SNL) am 10. Mai sprach er über seinen neu gewonnenen Status und die damit verbundenen Schlagzeilen.
Ein unerwartetes Sexsymbol
Goggins erzählte im Monolog, dass ihn Freunde gefragt hätten, wie es sich anfühle, mit 53 Jahren als Sexsymbol entdeckt zu werden. Seine Antwort: „Ganz ehrlich? Es fühlt sich fantastisch an!“ Doch diese Begeisterung bekam schnell einen Dämpfer, als er sich selbst googelte.
Der Schauspieler spielte kürzlich die Rolle des Rick in der neuesten Staffel von „The White Lotus“. Die Figur, ein Mann auf Rachefeldzug nach dem Tod seines Vaters, wurde von Fans als „düster attraktiv“ bezeichnet. Doch die Schlagzeilen waren teilweise weniger schmeichelhaft.
Eine Überschrift lautete etwa: „White Lotus“-Fans stehen auf seine zurückweichende Haarlinie. Goggins konterte augenzwinkernd: „Ich habe dieselbe Haarlinie seit ich sieben bin! Sie weicht nicht zurück, sie hält die Stellung!“
Ein weiterer Artikel betitelte ihn als „Hollywoods neuestes Sexsymbol: Ein fettiger, deprimierender kleiner Mann, den niemand erwartet hat“. Goggins nahm es mit Humor, bemerkte aber scherzhaft, dass ihn vor allem das Wort „whom“ störte: „Das klingt einfach so überheblich.“
Eine Hommage an seine Mutter
Da die Folge kurz vor dem Muttertag ausgestrahlt wurde, nutzte Goggins die Gelegenheit, um seiner Mutter zu danken, die im Publikum saß. Er bezeichnete sie als „wichtigste Person in meinem Leben“ und erinnerte sich daran, wie sie ihn als Kind manchmal in Honky-Tonks mitnahm, wenn sie sich keinen Babysitter leisten konnte.
Um ihre Verbindung zu feiern, holte Goggins seine Mutter auf die Bühne und die beiden führten einen Clog-Dance auf – ein bewegender und humorvoller Moment, der das Publikum berührte.
Goggins auf SNL: Zwischen Humor und Herz
Im Verlauf der SNL-Episode trat Goggins in verschiedenen Sketchen auf, darunter einer, in dem er einen Kellner spielte, der sich bei einem Muttertags-Brunch mit den Müttern (gespielt von Sarah Sherman und Heidi Gardner) anbandelt und dabei immer mehr Knöpfe seines Hemdes öffnet. Die Söhne der Frauen (Mikey Day und Andrew Dismukes) reagieren zunehmend peinlich berührt.
Die Episode kam nur wenige Wochen nachdem seine „White Lotus“-Kollegin Aimee Lou Wood Kritik an SNL geäußert hatte, weil die Show sich in einem Sketch über ihre Zähne lustig gemacht hatte. Wood erklärte jedoch, dass sie die Zusammenarbeit mit Goggins genossen habe und es die beste Erfahrung gewesen sei.
Fazit: Gelassener Umgang mit Ruhm
Walton Goggins beweist mit seinem humorvollen SNL-Monolog, dass er seinen neu gewonnenen Status als spätes Sexsymbol mit einer großen Portion Selbstironie nimmt. Während manche Schlagzeilen ihm ein Lächeln abringen, bleibt er gelassen und nutzt die Bühne, um seine Liebe zu seiner Mutter und seinen unverwechselbaren Charme zu zeigen.