Mit einer neuen Anordnung hat Donald Trump erneut einen außenpolitisch wie wissenschaftlich heiklen Punkt ins Zentrum gerückt: Der ehemalige Präsident unterzeichnete am 5. Mai ein Dekret, das jegliche US-Bundesmittel für sogenannte „Gain-of-Function“-Forschung in Ländern wie China und Iran stoppt. Grund: Die anhaltende These, dass das Coronavirus aus einem Labor in Wuhan stammen könnte.
„Es kann aus Versehen, durch Dummheit oder Inkompetenz entweichen – und dann die halbe Welt zerstören“, erklärte Trump bei der Unterzeichnung im Weißen Haus. Eine drastische Aussage, die seine langjährige Überzeugung unterstreicht: COVID-19 sei nicht durch einen natürlichen Übertragungsweg, sondern durch einen Laborunfall entstanden.
Was ist Gain-of-Function-Forschung überhaupt?
Diese Forschungsform untersucht, wie Viren mutieren, um ansteckender oder gefährlicher zu werden. Ziel ist es, potenzielle Pandemien frühzeitig zu erkennen und Impfstoffe zu entwickeln. Kritiker hingegen sehen in dieser Arbeit ein gefährliches Spiel mit dem Feuer – gerade wenn Sicherheitsstandards nicht eingehalten werden.
Laut Trump gefährde diese Forschung die Menschheit, wenn sie in Ländern betrieben werde, die aus seiner Sicht nicht über ausreichende Kontrollmechanismen verfügen – wie China oder Iran. Er nennt die Entscheidung daher einen „präventiven Schutz“, um mögliche zukünftige Katastrophen zu verhindern.
Was genau regelt der neue Erlass?
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Sofortiges Ende aller bestehenden und zukünftigen US-Förderungen für Gain-of-Function-Forschung in Ländern wie China und Iran.
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Schutz vor möglichen Laborunfällen mit Viren wie SARS oder Vogelgrippe.
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Keine direkte Förderung mehr von Forschungseinrichtungen, die in Ländern ohne „angemessene Aufsicht“ operieren.
Politischer Kontext: ein heikles Thema
Die Ursprünge von COVID-19 bleiben auch Jahre nach Ausbruch umstritten. Die US-Geheimdienste kommen zu keinem eindeutigen Schluss: Einige Agenturen halten eine natürliche Übertragung für wahrscheinlich, andere schließen einen Laborunfall nicht aus – allerdings ohne Hinweise auf eine gezielte Biowaffe oder Vorsatz der chinesischen Regierung.
Die chinesische Regierung weist den Verdacht energisch zurück. Ein Sprecher des Außenministeriums bezeichnete die Laborthese zuletzt erneut als „extrem unwahrscheinlich“ – und warf den USA vor, die Pandemie politisch auszuschlachten.
Robert F. Kennedy Jr. unterstützt das Dekret
Der neue Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. war bei der Unterzeichnung anwesend und lobte Trumps Entscheidung: „Es gibt kein Labor auf der Welt, das völlig sicher vor Lecks ist. Dieses Dekret kann künftige unbeabsichtigte Katastrophen verhindern.“
Zugleich stellte Kennedy die wissenschaftliche Notwendigkeit von Gain-of-Function-Forschung grundsätzlich in Frage. Er sagte: „In der gesamten Geschichte dieser Forschung gibt es kein einziges positives Beispiel, das sie rechtfertigen würde.“
Fazit:
Mit diesem Erlass setzt Trump erneut ein deutliches Signal an China – und an die internationale Forschungsgemeinschaft. Während Befürworter den Schritt als notwendigen Schutz vor globalen Gefahren feiern, warnen Kritiker vor wissenschaftlicher Isolation, geopolitischer Eskalation und der Gefahr, wichtige Forschung zu blockieren.