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Kleingeld ist bares Geld – warum werfen Amerikaner es trotzdem weg?

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay

Trotz seines Wertes landet Kleingeld in den USA häufig unbeachtet in Schubladen – oder sogar im Müll. Laut Coinstar, dem Betreiber der bekannten Münzautomaten in Supermärkten, hortet der durchschnittliche Haushalt 60 bis 90 US-Dollar in Münzen – genug für mehrere Mahlzeiten oder eine Tankfüllung. Und doch behandeln viele Amerikaner Münzen wie wertlosen Ballast.

Nur 16 % aller Zahlungen noch bar

Der Trend zur Kartenzahlung oder mobilen Zahlungsmethoden ist deutlich: Zwei von fünf US-Bürgern nutzen laut einer Umfrage von 2022 überhaupt kein Bargeld mehr. Besonders jüngere und wohlhabendere Haushalte zahlen fast ausschließlich digital.

Trotzdem befinden sich laut Coinstar jährlich 3 Milliarden US-Dollar in Münzen im Umlauf, die durch deren Automaten in Bargeld oder Gutscheine umgewandelt werden – im Schnitt bringen volle Münzgläser rund 58 Dollar ein. Überraschend für viele: Die meisten unterschätzen den Wert ihrer Kleingeldsammlung deutlich.

Münzen recyceln statt wegwerfen

Coinstar-Chef Kevin McColly fordert einen Umdenkprozess: Münzen seien keine Last, sondern eine Art „recycelbarer Rohstoff“, der ohne weitere Umweltbelastung wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden könne. Die US-Mint präge jährlich immer noch über 5 Milliarden Münzen, obwohl das Metall dafür aus der Erde gefördert werden muss.

Dabei verursacht die Prägung Verluste: Eine 1-Cent-Münze kostet fast drei Cent in der Herstellung, ein Nickel sogar neun Cent – was Präsident Trump zur Anordnung veranlasste, keine neuen Pennys mehr zu produzieren. Ein Gesetzentwurf im Kongress – der „Common Cents Act“ – schlägt vor, Beträge auf 5-Cent-Stufen zu runden, um den Ausstieg aus dem Kupfergeld zu erleichtern.

Doch was kommt danach?

Wird der Penny abgeschafft, könnten Nickels das neue Problem werden. Und was passiert mit Preisen wie 15 oder 25 Cent? Ein Dominoeffekt könnte die gesamte Münzstruktur infrage stellen – inklusive Dimes (10 Cent) und Quarters (25 Cent).

Fazit:

Obwohl Kleingeld aus der Mode gekommen ist, bleibt es echtes Geld – mit echtem Wert. Statt Münzen achtlos zu entsorgen, sollten Verbraucher sie nutzen, um Geld zurückzugewinnen oder dem Umlauf zurückzuführen. Denn wie Finanzexperten betonen: Kleinvieh macht auch Mist.

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