Die Vogelgrippe (H5N1) sorgt in den USA zunehmend für Besorgnis: Der Virus hat inzwischen alle 50 Bundesstaaten erreicht, betrifft mehr als 1.000 Milchviehbetriebe in 17 Bundesstaaten und hat über 169 Millionen Vögel seit 2022 zur Tötung gezwungen. Jetzt wurden bereits 70 Menschen infiziert, darunter hauptsächlich Beschäftigte in der Milch- und Geflügelindustrie. Ein Todesfall ist bestätigt – ein älterer Mann aus Louisiana mit Vorerkrankungen starb im Januar 2025 an der aggressiven Variante D1.1.
Die Global Virus Network (GVN), ein Zusammenschluss führender Virologen, warnt eindringlich vor der möglichen Entwicklung zu einer Pandemie und fordert Regierungen auf, Überwachung, Biosicherheit und Notfallpläne zu intensivieren. Besonders besorgniserregend sei, dass sich in einzelnen Fällen Infektionen ohne direkten Tierkontakt ereignet haben – ein mögliches Anzeichen für eine beginnende Mensch-zu-Mensch-Übertragung.
Kritischer Punkt: Übertragung zwischen Kühen und Menschen Obwohl Kühe nach einer Infektion meist wieder genesen, ist die Übertragungsweise innerhalb der Herden noch unklar. Melkmaschinen und -geräte gelten als potenzielle Infektionsquellen. Auch in Kanada und Mexiko wurden bereits schwere Erkrankungen bei Kindern gemeldet.
Was ist H5N1? H5N1 ist ein hochansteckendes Influenza-A-Virus, das ursprünglich vor allem Vögel befällt, inzwischen aber auch Säugetiere wie Kühe und Menschen infizieren kann. Während Symptome bei Menschen meist mild sind, kann der Virus auch schwere Lungenentzündungen und neurologische Ausfälle verursachen – insbesondere bei geschwächtem Immunsystem.
Fazit: Zunehmende Tier- und Menscheninfektionen, genetische Veränderungen des Virus und erste Hinweise auf Übertragbarkeit zwischen Menschen lassen Erinnerungen an den Beginn der COVID-19-Pandemie wach werden. Fachleute fordern schnelles Handeln – bevor es zu spät ist.