Ein sonst eher ländliches Szenario hat am Donnerstag die Anwohner von Eppelheim bei Mannheim in Atem gehalten – jedoch nicht in friedlicher Idylle, sondern mit lautem Schnauben, polternden Hufen und blankem Entsetzen: Eine „äußerst aggressive“ Kuh war ausgebrochen und sorgte für ein tierisches Chaos in der Stadt.
Wie die Polizei mitteilte, lief das Tier unkontrolliert durch die Wohngebiete, rannte über Straßen und Grundstücke und versetzte Passanten in helle Aufregung. Auf ihrer Flucht stieß die Kuh sogar einen geparkten Motorroller um und bewegte sich schließlich in Richtung der nahegelegenen Bahnstrecke – ein Umstand, der auch die Deutsche Bahn zum Handeln zwang. Die Geschwindigkeit der Züge auf der betroffenen Strecke wurde vorsorglich reduziert, um mögliche Kollisionen mit der „widerborstigen Wiederkäuerin“ zu verhindern.
Tierrettung, Veterinäramt und ein herbeigerufener Jagdpächter versuchten mehrfach vergeblich, das entlaufene Tier einzufangen. Doch die Kuh zeigte sich uneinsichtig, ausdauernd – und deutlich schneller als ihre Verfolger.
Erst mit vereinten Kräften und unter Zuhilfenahme eines Betäubungsmittels gelang es den Einsatzkräften der Tierrettung, das Tier zu beruhigen und sicher in ihren Stall zurückzubringen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand, auch wenn einige Eppelheimer Bürger diesen Tag wohl nicht so schnell vergessen werden.
Ein Polizeisprecher kommentierte den Vorfall trocken: „Die Kuh war entschlossen – aber wir auch.“