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Walmart und Target nehmen trotz hoher US-Zölle teilweise Handel mit chinesischen Fabriken wieder auf

Vladvictoria (CC0), Pixabay

Nach einem vorübergehenden Stopp haben die US-Einzelhandelsriesen Walmart und Target wieder Bestellungen bei einigen chinesischen Lieferanten aufgenommen. Grund für die Unterbrechung waren Unsicherheiten infolge der drastischen US-Zollerhöhungen auf chinesische Waren unter Präsident Donald Trump.

Wiederaufnahme nach Krisengespräch mit Trump

  • Die Wiederaufnahme erfolgte kurz nach einem Treffen zwischen Trump und den Chefs von Walmart, Target und Home Depot. Die Einzelhändler warnten, dass bei anhaltenden Handelsstörungen bald die Regale in den USA leer bleiben könnten.

  • Die US-Regierung hatte zuvor Zölle von bis zu 145 % auf chinesische Produkte erhoben, was viele Lieferverträge ins Wanken brachte.

Nur teilweise Rückkehr zum Handel

  • Zwei chinesische Fabriken berichteten gegenüber CNN, dass Bestellungen von Walmart und Target wieder angelaufen seien – jedoch auf niedrigem Niveau.

  • Besonders betroffen sind Produkte mit geringer Wertschöpfung, wie Spielzeug oder Haushaltswaren. Die chinesischen Hersteller berichten über hohen Preisdruck und verlangte Rabatte seitens der US-Händler.

Auswirkungen auf beide Seiten

  • In China sind rund 18 Millionen Arbeitsplätze vom Export abhängig. Die Handelsunsicherheiten treffen insbesondere kleine und mittelständische Betriebe, die Schwierigkeiten haben, alternative Märkte zu finden.

  • Eine Textilfabrikantin berichtete, sie müsse nun verstärkt auf den chinesischen Binnenmarkt ausweichen, könne aber nur begrenzt Aufträge kompensieren.

  • Gleichzeitig warnt der chinesische Staat vor den Auswirkungen der US-Zölle und kündigt politische Unterstützung und neue Maßnahmen zur Stärkung des Außenhandels an.

Politische Reaktionen

  • Ein Kommentar der regierungsnahen Global Times kritisierte die „rücksichtslose Zollpolitik“ der USA und forderte Washington auf, „zurück zum Dialog mit China“ zu finden.

  • Auch Michael Hart von der Amerikanischen Handelskammer in China erklärte, dass viele US-Firmen derzeit versuchen, für bestimmte Produkte Ausnahmeregelungen zu erreichen, insbesondere bei schwer ersetzbaren Gütern.


Fazit:
Die Zollpolitik der USA unter Trump belastet sowohl amerikanische Handelsketten als auch chinesische Lieferanten massiv. Die vorsichtige Wiederaufnahme von Bestellungen durch Walmart und Target zeigt, wie eng beide Volkswirtschaften trotz politischer Spannungen miteinander verflochten bleiben – und wie anfällig globale Lieferketten für politische Entscheidungen sind.

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