Der zweite Amtsantritt von Donald Trump hat weltweit viele populistische Politiker in die Defensive gedrängt – obwohl sie ihn einst als Vorbild sahen. Statt neue Dynamik zu geben, sorgt Trumps aggressiver Führungsstil, seine handelspolitischen Alleingänge und sein konfrontatives Auftreten für wachsende Ablehnung im Ausland.
Beispiele weltweit:
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In Kanada gewann Mark Carney überraschend die Wahl, indem er sich klar gegen Trumps Einfluss und wirtschaftlichen Druck stellte. Der konservative Oppositionsführer Pierre Poilievre, der Trump rhetorisch ähnelte, verlor an Zustimmung.
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In Australien könnte Premier Albanese trotz schwacher Umfragewerte eine Wiederwahl schaffen – begünstigt durch wachsende Wut über US-Zölle.
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In Großbritannien profitierte Premier Keir Starmer kurzzeitig von seiner besonnenen Haltung gegenüber Trump, kämpft aber mit anhaltendem Druck durch rechtspopulistische Konkurrenz wie Nigel Farages Reformpartei.
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Frankreichs Präsident Macron sieht sich durch Trumps Isolationismus in seiner Vision eines unabhängigen Europas bestätigt.
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In Deutschland legte die AfD zwar bei der Wahl zu, doch ein „Trump-Effekt“ blieb begrenzt – zu groß war die Sorge vor einer amerikanisierten Rechten.
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In Italien bleibt Giorgia Meloni trotz Nähe zu Trump beliebt, weil sie sich geschickt zwischen Europa und den USA positioniert.
Politischer Gegenwind für Trump-Verbündete: Trumps „America First“-Politik, besonders seine neuen Zollmaßnahmen, treffen viele Länder wirtschaftlich hart und führen zu wachsendem Anti-Amerikanismus. Selbst enge Verbündete wie Südkorea und Japan stehen unter Druck, schnelle Handelsabkommen zu schließen – was innenpolitisch riskant ist.
Trumps Beliebtheit leidet: Er ist zwar erneut Präsident, doch mit den schlechtesten Zustimmungswerten nach 100 Tagen im Amt seit Jahrzehnten. Auch international verliert sein Stil an Anziehungskraft – selbst frühere Bewunderer wie Ungarns Viktor Orbán oder Kanadas Konservative müssen sich neu positionieren.
Fazit: Trumps Rückkehr an die Macht hat viele ausländische Populisten nicht gestärkt, sondern geschwächt. Zwar bleibt seine Präsenz ein Faktor, doch immer mehr Wählerinnen und Wähler weltweit reagieren mit Skepsis oder offener Ablehnung. Statt Nachahmung dominiert nun die Abgrenzung.