Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt erneut vor betrügerischen Werbeanzeigen, die mit falschen Versprechungen von hohen Gewinnen in Kryptowerten oder anderen Finanzprodukten locken. Dabei wird häufig das Bild von Prominenten ohne deren Wissen genutzt, um Vertrauen zu erwecken und ahnungslose Anleger zu täuschen.
So funktioniert der Betrug
In den betrügerischen E-Mails oder Werbeanzeigen wird oft mit Aussagen wie „Die neuesten Investitionen der Stars begeistern Fachleute“ geworben, oder es wird behauptet, dass Prominente in TV-Sendungen Tipps zu besonders sicheren und lukrativen Geldanlagen gegeben haben. Diese Versprechen von hohen Gewinnen und garantierten Erträgen sind jedoch falsche Lockangebote.
Häufig wird der Eindruck erweckt, dass Prominente in lukrative Anlagemöglichkeiten investieren und damit Millionen verdienen – ein Angebot, das angeblich auch für den Anleger attraktiv sein soll. Es handelt sich dabei um betrügerische Lockvögel, die mit den Bildern bekannter Persönlichkeiten und vermeintlich vertraulichen Informationen über Investitionsmöglichkeiten arbeiten, die es in Wirklichkeit nicht gibt.
Die gefährlichen Links und gefälschten Handelsplattformen
Eine besonders gefährliche Taktik der Betrüger ist es, Links zu betrügerischen Webseiten zu verschicken, die professionell aussehen und eine vertrauliche Atmosphäre schaffen sollen. Diese Links führen oft zu gefälschten Online-Handelsplattformen, auf denen Anleger aufgefordert werden, sich zu registrieren. Die Betrüger treten dort als finanzielle Experten auf und überreden die Opfer zunächst zu kleinen Investitionen.
Sobald Vertrauen aufgebaut wurde, werden Anleger zunehmend dazu gedrängt, größere Beträge zu investieren. Der Trick dabei ist, dass zunächst kleine Summen auf Spendenkonten von vertrauenswürdigen Organisationen oder IBANs überwiesen werden, die jedoch ohne deren Wissen genutzt werden. Die Betrüger geben vor, mit diesen Summen zu arbeiten, und suggerieren, dass Gewinne erwirtschaftet wurden.
Falsche Gewinne und kein Geldfluss
Nachdem der Anleger das Vertrauen in die Plattform gesetzt hat, erhalten diese oft falsche Gewinninformationen, die den Eindruck erwecken, dass das Geld tatsächlich investiert wurde. Doch in Wirklichkeit findet keine echte Investition statt – das Geld wird direkt an die Betrüger weitergeleitet. An dieser Stelle sind viele Anleger bereits in die Falle getappt und glauben, ihre Investition und die vorgegaukelten Gewinne wären real.
Die BaFin warnt davor, dass viele dieser Plattformen keine echte Regulierung haben und schlichtweg darauf abzielen, Geld zu stehlen. In einigen Fällen kann es Wochen oder Monate dauern, bis das Ausmaß des Betrugs vollständig klar wird.
Wie man sich vor Betrug schützt
Die BaFin gibt klare Hinweise, wie sich Verbraucher vor diesen Betrugsmaschen schützen können:
-
Misstrauen bei ungewöhnlichen Werbeversprechen: Seien Sie besonders vorsichtig bei Werbeanzeigen oder E-Mails, die zu hohen Gewinnen in kurzer Zeit und mit minimalem Risiko locken.
-
Überprüfen Sie die Quelle: Klicken Sie nicht wahllos auf Links in E-Mails oder Social-Media-Nachrichten. Besuchen Sie nur bekannte und vertrauenswürdige Webseiten.
-
Achten Sie auf eine seriöse Lizenzierung: Wenn Sie in Finanzprodukte investieren möchten, überprüfen Sie, ob das Unternehmen oder die Plattform von einer regulierten Behörde, wie der BaFin, zugelassen ist.
-
Wenden Sie sich an die BaFin: Wenn Sie Zweifel an der Seriosität eines Angebots haben, können Sie die BaFin direkt kontaktieren oder die Unternehmensdatenbank auf der BaFin-Website durchsuchen.
-
Seien Sie vorsichtig mit IBANs: Überweisen Sie niemals Geld auf Konten, die Ihnen von unbekannten Quellen oder Drittparteien vorgeschlagen werden.
Weitere Details und wie Sie sich effektiv vor solchen betrügerischen Handelsplattformen schützen können, finden Sie auf der BaFin-Website unter dem Artikel „Vorsicht vor betrügerischen Handelsplattformen“.