Oldenburg steht unter Schock. Nach den tödlichen Polizeischüssen auf den 21-jährigen Lorenz wird am Freitagabend eine große Kundgebung in der Innenstadt erwartet. Zahlreiche Menschen wollen gemeinsam ein Zeichen setzen – gegen Gewalt, für Aufklärung und für Gerechtigkeit. Das Bündnis „Gerechtigkeit für Lorenz“ hat neben der Versammlung auch einen Rundgang durch die Innenstadt organisiert, wie die Stadt Oldenburg mitteilte.
Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zu Ostersonntag und hat tiefe Wunden in der Gemeinschaft hinterlassen. Ein Polizeibeamter hatte damals fünf Schüsse auf den jungen Mann abgegeben. Die Ergebnisse der Obduktion zeichnen ein erschütterndes Bild: Lorenz wurde an der Hüfte, am Oberkörper und am Kopf getroffen, drei der Kugeln trafen ihn von hinten.
Die Umstände der Tat werfen viele Fragen auf und haben eine Welle der Bestürzung und Kritik ausgelöst. In sozialen Medien und auf den Straßen wird der Ruf nach lückenloser Aufklärung immer lauter. Die Bürgerinnen und Bürger Oldenburgs ringen um Antworten – und fordern, dass Lorenz‘ Tod nicht folgenlos bleibt.
Am Freitagabend wird die Innenstadt nicht nur ein Ort des Gedenkens sein, sondern auch ein Mahnmal für den Wunsch nach einer Polizei, die schützt – und nicht zerstört.