Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt erneut eindringlich vor Angeboten des Anbieters Revolvo, der mittlerweile über die Website revolvo.cc auftritt. Bereits in früheren Mitteilungen am 5. März und 1. April 2025 hatte die BaFin auf die inzwischen inaktiven Plattformen revolvo.pro und revolvo.online hingewiesen. Die Warnungen setzen sich nun fort – offenbar versuchen die unbekannten Betreiber, ihre Aktivitäten durch neue Domains fortzuführen.
Verdacht auf unerlaubte Finanzgeschäfte und Identitätsmissbrauch
Nach Erkenntnissen der BaFin bieten die Betreiber von revolvo.cc ohne die erforderliche Erlaubnis Finanz-, Wertpapier- und Kryptowerte-Dienstleistungen in Deutschland an. Besonders perfide: Sie treten gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern unter falscher Identität auf. In der Kommunikation wird fälschlich behauptet, das Angebot stamme von der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse GmbH bzw. der Börse Stuttgart GmbH.
Diese Angaben sind falsch. Es handelt sich um einen klaren Fall von Identitätsmissbrauch. Die genannten Institute distanzieren sich ausdrücklich von den Angeboten und stehen in keinem Zusammenhang mit Revolvo.
Wichtige Hinweise für Anlegerinnen und Anleger
Die BaFin betont:
- Wer in Deutschland Finanz- oder Kryptodienstleistungen erbringen will, benötigt eine ausdrückliche Zulassung.
- Die Betreiber von revolvo.cc sind nicht bei der BaFin registriert.
- Es besteht das Risiko eines finanziellen Schadens, wenn Kundinnen und Kunden auf die Angebote eingehen.
Gesetzliche Grundlage
Die Warnung stützt sich auf
- § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz (KWG) sowie
- § 10 Absatz 7 Kryptomärkteaufsichtsgesetz (KMAG).
Was Sie tun können:
- Überprüfen Sie Anbieter in der Unternehmensdatenbank der BaFin, bevor Sie investieren.
- Seien Sie besonders vorsichtig bei hohen Renditeversprechen, Drängeln zum Vertragsabschluss oder dubiosen Kommunikationskanälen.
- Melden Sie verdächtige Fälle der BaFin oder der Polizei.
Fazit:
Revolvo erfindet sich mit neuen Domains immer wieder neu – doch das Geschäftsmodell bleibt offenbar dasselbe: Täuschung, fehlende Lizenz, falsche Identität. Wer sein Geld schützen will, sollte diese Angebote konsequent meiden und sich nicht blenden lassen – auch nicht von professionell wirkenden Websites.