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Gefährderlage in Deutschland: BKA zählt 575 Personen mit hohem Gefahrenpotenzial

geralt (CC0), Pixabay

Die Zahl der in Deutschland als Gefährder eingestuften Personen ist laut einem Bericht der Welt am Sonntag leicht gesunken – doch die Sicherheitslage bleibt angespannt. Aktuell stuft das Bundeskriminalamt (BKA) insgesamt 575 Menschen als potenziell gefährlich ein. Das bedeutet: Ihnen wird zugetraut, schwerste, politisch motivierte Straftaten zu begehen – etwa Anschläge oder Gewalttaten mit ideologischem Hintergrund.

Mehrheit aus islamistischem Spektrum

Ein Blick auf die Verteilung zeigt: Der Großteil dieser Gefährder stammt weiterhin aus dem islamistischen Spektrum. Diese Gruppierung macht einen erheblichen Teil der registrierten Personen aus und bleibt damit im Fokus der Sicherheitsbehörden.

Doch auch andere Extremismusformen sind vertreten: Etwa 70 der Gefährder werden dem rechtsextremen Milieu zugeordnet – ein klares Zeichen dafür, dass der Rechtsextremismus nach wie vor eine ernstzunehmende Bedrohung für die innere Sicherheit darstellt. Zehn weitere Personen zählen dem Bericht zufolge zum linksextremen Spektrum.

Leichter Rückgang, aber keine Entwarnung

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Gefährder damit leicht zurückgegangen. Anfang 2023 hatte das BKA noch 608 Personen mit diesem Status gelistet – also 33 mehr als heute. Trotz dieses Rückgangs warnen Experten davor, daraus voreilige Schlüsse zu ziehen. Die Gefährdungslage bleibt komplex und dynamisch, insbesondere im Hinblick auf die zunehmende Radikalisierung über das Internet und soziale Medien.

Wer gilt als Gefährder?

Als „Gefährder“ stuft das BKA Personen ein, bei denen konkrete Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass sie in absehbarer Zeit eine schwerwiegende Straftat mit politischem Hintergrund begehen könnten. Diese Einschätzung erfolgt auf Basis umfangreicher Beobachtungen und Analysen – etwa durch das Sammeln von Hinweisen aus der Szene, durch Überwachungsmaßnahmen oder durch Hinweise aus dem persönlichen Umfeld.

Konsequenzen und Maßnahmen

Die Einstufung als Gefährder kann weitreichende Folgen haben: von polizeilicher Überwachung über Meldeauflagen bis hin zu Abschiebeverfahren im Fall ausländischer Staatsangehöriger. Die Sicherheitsbehörden arbeiten eng auf Landes- und Bundesebene zusammen, um präventiv tätig zu werden und mögliche Straftaten im Vorfeld zu verhindern.

Fazit

Auch wenn die aktuelle Zahl der Gefährder in Deutschland einen leichten Rückgang zeigt, bleibt die Bedrohung durch Extremismus in seinen unterschiedlichen Formen hoch. Die Behörden sind gefordert, wachsam zu bleiben – und die Gesellschaft steht vor der Aufgabe, Radikalisierungstendenzen frühzeitig zu erkennen und ihr entgegenzuwirken.

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