Die kleine Gemeinde Weitefeld im Westerwald steht unter Schock: Zwei Tage nach dem grausamen Fund einer getöteten dreiköpfigen Familie laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Der tatverdächtige Mann aus einem benachbarten Ort ist weiterhin auf der Flucht – doch die Polizei geht zahlreichen Spuren nach. Mehr als 200 Hinweise aus der Bevölkerung seien inzwischen eingegangen, teilten die Ermittler mit.
„Wir prüfen derzeit alle potenziellen Aufenthaltsorte des Verdächtigen“, erklärte ein Sprecher der Polizei. Die Unterstützung aus der Bevölkerung sei groß, viele Menschen hätten sich mit Beobachtungen oder Informationen gemeldet. Die Fahndung wird mit Hochdruck fortgesetzt, auch länderübergreifend.
Der gesuchte Mann ist kein Unbekannter für die Justiz: Bereits im Jahr 2011 wurde er wegen versuchten Totschlags an seiner damaligen Ehefrau zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Über vier Jahre verbrachte er hinter Gittern. Dass er nun erneut mit einem Gewaltverbrechen in Verbindung gebracht wird, erschüttert die Region und sorgt für große Verunsicherung.
Was genau in dem Haus der Familie geschah, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Die Behörden halten sich mit Details zurück, um den Fahndungserfolg nicht zu gefährden. Die Hintergründe der Tat, das mögliche Motiv und die Beziehung des Tatverdächtigen zu den Opfern – all das wird derzeit intensiv beleuchtet.
Derweil rufen Polizei und Staatsanwaltschaft die Bevölkerung zur Mithilfe auf, warnen jedoch ausdrücklich davor, den mutmaßlichen Täter selbst zu konfrontieren. Er könnte gefährlich sein.
Für die Bewohner von Weitefeld ist nichts mehr wie zuvor. Die Tat hat tiefe Spuren hinterlassen – in einer Gemeinde, die für viele bislang Inbegriff von Ruhe und ländlicher Idylle war. Jetzt bleibt die Hoffnung, dass der Täter bald gefasst und die furchtbare Tat vollständig aufgeklärt wird.