Die Consumer Financial Protection Bureau (CFPB), die US-Verbraucher vor unfairen Finanzpraktiken schützen soll, wurde auf Anordnung der Trump-Regierung vorübergehend stillgelegt. Der amtierende Direktor Russell Vought wies die Mitarbeiter per E-Mail an, alle Aktivitäten einzustellen, sofern sie nicht gesetzlich vorgeschrieben oder von ihm genehmigt seien.
Vought, der seit Januar das Office of Management and Budget leitet, begründete den Schritt mit Budgetkürzungen. „Das nächste Finanzierungsabruf beim Federal Reserve ist nicht notwendig, also lassen wir es aus“, erklärte er auf X.
Die CFPB wurde 2010 unter Barack Obama gegründet, um Verbraucher vor missbräuchlichen Praktiken von Banken und Finanzunternehmen zu schützen. Seitdem hat sie laut eigenen Angaben über 21 Milliarden Dollar an Entschädigungen für mehr als 200 Millionen Verbraucher erwirkt.
Die Maßnahme stieß auf scharfe Kritik. Senatorin Elizabeth Warren, die an der Gründung der CFPB beteiligt war, warf Vought vor, Banken und Konzernen einen Freifahrtschein für Betrug zu geben. Elon Musk, mittlerweile in Trumps Regierung tätig, kommentierte trocken: „CFPB RIP“.