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Sparkasse stellt zwei Bezahlmethoden ein – Kunden müssen sich umstellen

652234 (CC0), Pixabay

Die Sparkasse sorgt bei vielen ihrer Kunden für Überraschung: Das Finanzinstitut kündigte an, zwei beliebte Bezahlmethoden einzustellen. Betroffen sind sowohl Mobile Payment-Nutzer als auch Kunden, die auf klassische Online-Zahlungsdienste setzen. Die Entscheidung ist Teil einer strategischen Neuausrichtung des Zahlungsverkehrsangebots, wie das Unternehmen mitteilte.

Welche Bezahlmethoden sind betroffen?

paydirekt:
Der von deutschen Banken entwickelte Online-Bezahldienst paydirekt wird eingestellt. Der Dienst, der als Konkurrenz zu PayPal gedacht war, konnte sich trotz hoher Erwartungen nie wirklich durchsetzen. Die Sparkasse begründet den Schritt damit, dass die Nutzerzahlen hinter den Erwartungen zurückgeblieben seien und der Dienst nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden könne.

Kwitt:
Auch der beliebte P2P-Zahlungsdienst Kwitt, mit dem Kunden Geldbeträge unkompliziert per Smartphone an Freunde und Familie senden konnten, wird abgeschaltet. Die Funktion war vor allem bei jüngeren Nutzern beliebt, doch die Sparkasse verweist auf die geringe Nutzung im Vergleich zu alternativen Angeboten wie Apple Pay oder Google Pay.

Was bedeutet das für die Kunden?

Kunden der Sparkasse müssen sich nun auf alternative Zahlungsmethoden umstellen. Für Online-Zahlungen wird die Sparkasse weiterhin auf giropay setzen, das mit paydirekt fusioniert wurde. Wer bisher Kwitt genutzt hat, kann auf andere P2P-Zahlungsdienste wie PayPal, Revolut oder N26 Spaces ausweichen – sofern sie ein Konto bei entsprechenden Anbietern besitzen.

Kritik und Reaktionen

Verbraucherschützer äußern sich kritisch zu der Entscheidung. „Die Sparkasse hat mit diesen Diensten viel Vertrauen aufgebaut, insbesondere bei Kunden, die Wert auf Datenschutz und Bankensicherheit legen. Die plötzliche Einstellung könnte viele Kunden verunsichern,“ so ein Sprecher der Verbraucherzentrale.

Auch Kunden zeigen sich in sozialen Medien enttäuscht. Viele bemängeln, dass paydirekt eine sichere Alternative zu internationalen Anbietern geboten habe, während Kwitt für den schnellen Geldtransfer im Freundeskreis geschätzt wurde.

Zukunft der Sparkassen-Bezahlangebote

Die Sparkasse will sich künftig stärker auf internationale Zahlungsdienste wie Apple Pay und Google Pay konzentrieren und diese in ihre Apps integrieren. Zudem sollen bestehende Dienste wie giropay weiter ausgebaut werden. Ob diese Strategie aufgeht und die Kundenbindung erhalten bleibt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

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