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Sesselliftunglück viele Verletzte

planet_fox (CC0), Pixabay

In der Skistation Astún in den spanischen Pyrenäen hat sich ein schwerer Sessellift-Unfall ereignet, bei dem mehrere Menschen verletzt wurden. Nach offiziellen Angaben schwanken die Zahlen der Verletzten zwischen acht und 17 Personen, wobei zunächst von mehr als 30 Betroffenen die Rede war. Zwei Verletzte befinden sich in kritischem Zustand, teilte die Regierung der Region Aragonien mit.

Skifahrer stürzen bis zu 15 Meter in die Tiefe

Der Unfall ereignete sich gegen 12:00 Uhr, als sich offenbar ein Bauteil des Sessellifts löste und Teile der Konstruktion einstürzten. Augenzeugen berichten von panikartigen Szenen und „herzzerreißenden Schreien“, während Skifahrer teilweise bis zu 15 Meter in die Tiefe stürzten. Die Skistation wurde umgehend geschlossen, und die Rettungsarbeiten laufen weiterhin auf Hochtouren.

Menschen hingen stundenlang in der Luft – Bergung per Hubschrauber

Viele Menschen saßen nach dem Unglück noch stundenlang in luftiger Höhe fest. Rettungskräfte mussten sie nach und nach abseilen oder per Hubschrauber bergen. Laut dem spanischen TV-Sender RTVE waren Dutzende Krankenwagen und fünf Hubschrauber im Einsatz, um die Verletzten zu versorgen.

Einige Skifahrer versuchten, sich durch einen Sprung in den Schnee selbst zu retten. Maria Moreno, eine Augenzeugin, schilderte die dramatischen Momente im Gespräch mit RTVE:
„Ich war mit meinem Vater im Lift, als es plötzlich ruckte. Manche Menschen fielen kopfüber hinunter, andere rollten die Pisten hinab.“ Sie selbst sei im letzten Moment abgesprungen und habe die Rettungskräfte alarmiert. „Die meisten Schwerverletzten wurden wohl von herabfallenden Teilen der Konstruktion getroffen.“

Politische Anteilnahme und Krisenreaktion

Der Vorfall sorgte auch in der spanischen Regierung für Besorgnis. Ministerpräsident Pedro Sánchez äußerte sich über soziale Netzwerke: „Ich bin tief erschüttert von den Nachrichten aus Astún. Unsere Gedanken sind bei den Verletzten und ihren Familien.“ Der Regierungschef von Aragonien, Jorge Azcón, reiste persönlich zum Unglücksort.

Die umliegenden Krankenhäuser wurden in höchste Bereitschaft versetzt. Zwei schwer verletzte Frauen wurden per Hubschrauber in Saragossa in Spezialkliniken geflogen. Neben Rettungskräften und Ärzten sind auch Psychologen vor Ort, um traumatisierte Betroffene zu betreuen.

Skilifte gelten als sicher – Ursache des Unglücks unklar

Obwohl es in den spanischen Pyrenäen immer wieder tödliche Unfälle beim Skifahren gibt, gelten Sessellifte eigentlich als sichere Transportmittel. Die Ursache des Unfalls wird derzeit untersucht, erste Erkenntnisse deuten jedoch auf einen technischen Defekt oder Materialermüdung hin. Experten wollen nun klären, ob es Versäumnisse bei der Wartung gab.

Die Ermittlungen laufen, während sich die Region auf die Versorgung der Verletzten und die psychologische Betreuung der Betroffenen konzentriert.

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