In der indischen Metropole Kolkata sorgt der gewaltsame Tod einer Ärztin in Ausbildung weiterhin für Proteste. Nachdem Ärzte im Bundesstaat Westbengalen landesweit gestreikt hatten, um „Gerechtigkeit“ für ihre Kollegin zu fordern, wurde der Polizeichef der Millionenstadt nun aus dem Dienst entlassen. Dies ist eine Reaktion auf den öffentlichen Druck, der seit Wochen auf die Behörden lastet. Der Fall hat in Indien große mediale Aufmerksamkeit erregt und die Frage nach der Sicherheit im Gesundheitswesen ins Zentrum der Diskussion gerückt.
Neben dem Polizeichef wurden auch zwei hochrangige staatliche Gesundheitsbeamte ihres Amtes enthoben. Die Regierung von Westbengalen versucht, durch diese Maßnahmen die angespannte Lage zu beruhigen. Die Streiks der Ärzte hatten das Gesundheitssystem in weiten Teilen des Landes lahmgelegt. Der Tod der Ärztin wirft ein Schlaglicht auf die Missstände im indischen Gesundheitswesen, insbesondere was die Sicherheit von Personal und Patienten betrifft.