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Totalverlustrisiko und Warnungen: Deutsche Edelfisch DEG Capital GmbH

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00luvicecream (CC0), Pixabay

Tatsächlich entpuppt sich die Deutsche Edelfisch als Beispiel, wie wichtig es ist, dass Anlegerinnen und Anleger vor einem Investment genau hinsehen. Finanztest führt die Firma bereits seit 2020 auf der Warnliste Geldanlage, nachdem sie nicht ausreichend über die Risiken eines Genussrechts aufgeklärt hatte.

Zitat Ende

So kann man es im Internet nachlesen, wenn man über die Googlesuche „deutsche edelfisch erfahrungen“ eingibt. Nicht nur wir warnen also vor einem Investment in jegliche Beteiligung bei diesem Unternehmen, sondern auch „Test“ und auf der BaFin-Seite ist das Unternehmen auch vertreten.

Ganz ehrlich, in ein solches Unternehmen, aber auch Unternehmen im Umfeld, kann man kein Investment tätigen, wenn man das alles gelesen hat. Wer dennoch investiert, der ist dann selber schuld.

Dass Hans Acksteiner nicht gut auf uns zu sprechen ist, das ist durchaus nachvollziehbar, denn Hans Acksteiner hat einen durchaus für ihn wichtigen Prozess gegen uns verloren. Nun gut, sie sehen also, unsere Berichterstattung ist völlig korrekt. Das Hans Acksteiner dann aber noch das Betrugsunternehmen ADCADA zu einer Rechtfertigung hernimmt, das ist schon sehr beschämend. Auch diesen Skandal haben wir aufgedeckt Herr Acksteiner. Wir hoffen wirklich nicht, dass wir dann einmal in ähnlicher Form über Sie berichten müssen. Ersparen Sie uns das bitte.

Schauen sie sich einmal bitte diese Bilanz an. Reines „Geld verbrennen“, Anlegergelder sagen wir.

Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

BILANZ zum 31. Dezember 2020

Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG, Berlin

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 32.258,78 0,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.295,00 335,00
33.553,78 335,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 23.820,27 15.366,23
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 497.608,07 89.538,52
521.428,34 104.904,75
C. Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil Kommanditisten 0,00 269.851,81
554.982,12 375.091,56

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile Kommanditisten
1. Haftkapital 217.500,00 112.500,00
II. Rücklagen 726.500,00 270.500,00
II. Verlustvortrag -381.976,80 -143.178,83
III. Jahresfehlbetrag -426.613,51 -239.172,98
IV. nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Fehlbetrag 0,00 269.851,81
B. Rückstellungen 14.000,00 6.405,01
C. Verbindlichkeiten 405.572,43 98.186,55
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 95.072,43 (i.Vj. EUR 98.186,55)
554.982,12 375.091,56

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020

2020 2019
Umsatzerlöse 34.446,83 80,00
Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 16.804,46 19.339,06
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 4.631,01 8.275,06
21.435,47 (27.614,12)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.178,50 504,00
Sonstige betriebliche Aufwendungen 428.887,37 209.609,85
452.501,34 (237.727,97)
-418.054,51 -237.647,97
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.559,00 1.525,01
Ergebnis vor Steuern -426.613,51 -239.172,98
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00
Ergebnis nach Steuern -426.613,51 -239.172,98
Jahresfehlbetrag -426.613,51 -239.172,98

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2020

der Deutschen Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG, Berlin

I. Allgemeine Angaben

Die Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG wurde im Juni 2017 gegründet und hat ihren Sitz in Berlin. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRA 53768 B eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr vom 01.01.2020 bis 31.12.2020 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine Kleinstkapitalgesellschaft gem. § 267a HGB i.V.m. § 264a HGB.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgten unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Zugänge zum Sachanlagevermögen werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (gem. § 255 Abs. 2 bis 3 HGB) bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten mit einbezogen.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist. Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten bis 800,00 € betragen, werden sofort abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände bewerten wir unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken. Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

Bei der Bemessung der Rückstellungen haben wir allen erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

III. Angaben zum Genussrechtskapital und Anleihen

Im Geschäftsjahr 2020 wurde Genussrechtskapital i.H.v. insgesamt TEUR 558 (i.Vj. TEUR 162) ausgegeben. Die ausgegebenen Genussrechte erhalten eine gestaffelte Basisverzinsung, die für das Jahr 2020 7% beträgt. Der Anspruch auf Auszahlung des Basiszinses entsteht nur dann und insoweit, als sich dadurch kein Jahresfehlbetrag ergibt. Für das Jahr 2020 ergibt sich kein Anspruch auf Auszahlung. Für nicht bediente Basiszinsansprüche besteht ein Nachzahlungsanspruch aus den Jahresüberschüssen aus folgenden Geschäftsjahren. Darüber hinaus ist jedes Genussrecht ab dem Geschäftsjahr 2020 an für jedes volle Geschäftsjahr der Gesellschaft vorbehaltlich eines ausreichenden Jahresüberschusses in Höhe von € 0,03 am Jahresüberschuss der Gesellschaft beteiligt.

Weiterhin wurden im Geschäftsjahr 2020 erstmalig Anleihen i.H.v. TEUR 310 in Form von auf den Inhaber lautende Schuldverschreibungen bzw. Teilschuldverschreibungen ausgegeben. Die Anleihen werden mit 5,25 % bzw. 7,25 % verzinst. Zinstermin und Endfälligkeit der Darlehen sind für die mit 5,25 % verzinsten Anleihen der 31.12.2022 bzw. für die mit 7,25 % verzinsten Anleihen der 31.12.2028 mit jährlicher Verzinsung. Die Anleihen sind durch Globalurkunde ohne Zinsschein verbrieft.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist angefügt.

Umlaufvermögen

Die Forderungen betreffen Forderungen gegen den Geschäftsführer (8,8 T€, i.Vj. 6,8 T€), Umsatzsteuerforderungen gegen das Finanzamt (9,2 T€, i.Vj. 7,1 T€) und im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuer (5,8 T€, i.Vj. 1,4 T€). Die liquiden Mittel betreffen das laufende Geschäftskonto (497,6 T€, i.Vj. 89,5 T€).

Rückstellungen

Die Rückstellungen betreffen Aufwendungen für die zukünftige Verzinsung des Genussrechtskapitals sowie Anleihezinsen (8,0 T€, i.Vj. 1,7 T€) sowie Kosten für die Erstellung, Prüfung und Veröffentlichung des Jahresabschlusses und Buchführungskosten (6,0 T€, i.Vj. 4,7 T€).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Anleihen (310,5 T€, i.Vj. 0,0 T€), aus Lieferungen und Leistungen (44,6 T€, i.Vj. 8,8 T€), Darlehen einer Kommanditistin (35,0 T€, i.Vj. 75,0 T€) sowie ein Darlehen der Komplementärin Deutsche Edelfisch DEG Capital GmbH (15,4 T€, i.Vj. 13,6 T€).

Die Verbindlichkeiten aus Anleihen haben eine Laufzeit von einem bis fünf Jahre (300,0 T€) bzw. mehr als fünf Jahre (10,5 T€). Die übrigen Verbindlichkeiten (95,1 T€, i.Vj. 98,2 T€) haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Kapitalrücklage

Im Jahr 2020 wurden im Rahmen der Ausgabe von Genussrechten 626,5 T€ in die Kapitalrücklage eingezahlt.

Die zum 31.12.2019 bestehende Überschuldung wurde im Jahr 2020 durch eigenkapitalbildende Maßnahmen geheilt.

V. Persönlich haftender Gesellschafter

Persönlich haftender Gesellschafter ist die Deutsche Edelfisch DEG Capital GmbH, Berlin, mit einem gezeichneten Kapital von TEUR 25. Das gezeichnete Kapital wurde im Geschäftsjahr 2021 auf TEUR 500 erhöht.

VI. Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte durch die Komplementärin Deutsche Edelfisch DEG Capital GmbH geführt.

Die Geschäftsführung der Deutsche Edelfisch DEG Capital GmbH erfolgte in 2020 durch Herrn Hans Joachim Acksteiner.

 

Berlin, 28. Februar 2022

Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG,

Hans Joachim Acksteiner

vertreten durch die Deutsche Edelfisch DEG Capital GmbH

diese vertreten durch das Mitglied der Geschäftsführung

Hans Joachim Acksteiner

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2020 der Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG, Berlin

I. Geschäftsmodell

Die Gesellschaft beabsichtigt seit Gründung, eine geschlossene Kreislaufanlage im Kreis Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern) für die Zucht des Speisefisches „Zander“ zu errichten. Die Vorrichtungen für die Gewinnung des für die Produktion erforderlichen Stroms aus Solarenergie werden ebenfalls Teil der Anlage sein. Die für die Produktion erforderliche Wärme wird aus Erdwärme erzeugt.

Geschlossene Kreislaufanlagen bestehen bereits bei Wettbewerbern in der Schweiz und in Dänemark und werden dort rentabel betrieben. In den Zuchtbecken wachsen die zu züchtenden Fische in geschlossenen Kreislaufanlagen auf. Die Fische sind damit unabhängig von natürlichen Wasserquellen und deren Verschmutzungen sowie chemischen Substanzen und Mikroplastik.

Das Wasser wird unter konstanter Sauerstoffzufuhr durch die Anlage gepumpt und passiert dann einen mechanischen Filter (sog. Trommelfilter), der die Schwebstoffe (Entsorgung von Futterresten und Exkrementen) aussiebt. Bioreaktoren wandeln das fischgiftige Ammonium in Nitrat um, Eiweiß-Abschäumer entfernen die restlichen Stoffwechselprodukte. Ferner sind Denitrifikationsfilter vorhanden, um den Nitratgehalt zu senken, und UV-Anlagen, um die Keime abzutöten. Das Wasser soll dem Grundwasser entnommen werden. Dazu wurden auf dem Grundstück, auf dem die Kreislaufanlage errichtet wird, Bohrungen durchgeführt, um Grundwasserquellen zu erkunden. Der Standort der Anlage ist ein Industriegebiet in Neustadt-Glewe im Kreis Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern). Die zu bauende Halle wird eine Größe von ca. 7.000m 2 haben. Es ist weiterhin beabsichtigt, die für die Produktion erforderliche Wärme aus Erdwärme zu erzielen, die vom örtlichen Anbieter günstig angeboten wird. Zusätzlich ist die Errichtung von Solarspeichern auf dem Dach der Halle geplant.

Die Gesellschaft soll im Wesentlichen durch die Ausgabe von Genussrechten, Anleihen und Kommanditanteilen i.H.v. insgesamt € 10 Millionen finanziert werden.

II. Wirtschaftsbericht

Im Geschäftsjahr 2020 bestand die Hauptgeschäftstätigkeit der Gesellschaft darin, durch das aufgebaute Vertriebsnetzwerk die Finanzierung des Projekts durch Aufnahme weiterer Kommanditisten und Ausgabe der Anleihen voranzutreiben. Die Vorbereitungen für den Bau der Anlage wurden weitgehend abgeschlossen. Die Aufträge für die Baugrundvorbereitung wurden vergeben.

Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2020 wird im Wesentlichen durch Aufwendungen für die Provisionszahlungen an das Finanzvertriebsnetz, für Werbematerialien sowie durch die rechtliche Beratung, die in diesem Zusammenhang angefallen ist, aber auch für Planungsarbeiten im Zusammenhang des Baus, sowie Bauarbeiten bestimmt. Erträge wurden im Jahr 2020 lediglich aus Provisionsleistungen erzielt, operative Erträge werden erst nach Fertigstellung der Anlage zu realisieren sein. Der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2020 beträgt TEUR 426,6.

Die Vermögenslage zum 31.12.2020 wird wesentlich bestimmt durch Bankguthaben i.H.v. TEUR 497,6, die Einlage eines weiteren Kommanditisten mit TEUR 100,0 sowie ausgegebene Anleihen i.H.v. TEUR 310,5.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen i.W. Vorsteuerrückerstattungsansprüche gegenüber dem Finanzamt sowie ein Verrechnungskonto mit dem Geschäftsführer.

Das Kommanditkapital wurde im Jahr 2020 durch Aufnahme eines neuen Kommanditisten von TEUR 112,5 auf TEUR 217,5 erhöht und ist in voller Höhe einbezahlt.

Neben den langfristigen Verbindlichkeiten aus Anleihen mit TEUR 310,5 bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in einer Höhe von TEUR 44,6. Weitere Verbindlichkeiten betreffen ein nachrangiges Darlehen über TEUR 35,0 gegenüber einer Kommanditistin sowie über TEUR 15,4 gegenüber der Komplementärin.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte auch in 2020 i.W. durch Darlehen der Kommanditisten, ausgegebene Genussrechte und durch die ausgegebenen Anleihen.

Das zum Vorjahr bestehende negative bilanzielle Eigenkapital konnte trotz des Jahresverlustes 2020 von TEUR 426,6 durch die Aufnahme eines neuen Kommanditisten sowie der Bildung weiterer Rücklagen durch das Genussrechtskapital beseitigt werden.

III. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

1. Prognosebericht und Chancen

Die Gesellschaft sieht in Deutschland weiterhin ein erhebliches Marktpotential für nachhaltig produzierte Süßwasser-Speisefische. Die Gesellschaft positioniert im Bereich der ökologisch nachhaltigen Firmen. Dies soll das Unternehmen noch interessanter machen für Investoren, die auf Nachhaltigkeit setzen. Hierzu präsentiert man sich im gesamten Bundesgebiet auf Messen aus dem Bereich „grünes“ Geld. Die Nachfrage nach Produkten aus der „Region“ wird in Zeiten, in denen internationale Lieferketten durch geschlossene Grenzen z.T. unterbrochen sind, mittel- und langfristig weiter ansteigen. Eine Beeinträchtigung durch die „Covid19“-Restriktionen besteht für die Gesellschaft nicht.

Der Aufbau des Vertriebsnetzes hat sich länger hingezogen als geplant. Dies liegt vor allem daran, dass sich nur wenige Agenturen mit dem Vertrieb von Genussscheinen befassen und auch an dem für viele Anleger noch ungewöhnlichen Anlagegut. Das Interesse und die Akzeptanz an der Anlagemöglichkeit haben im zweiten Halbjahr 2020 deutlich zugenommen.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts sind der Gesellschaft bereits mehr als zwanzig Kommanditisten beigetreten mit Kommanditanteilen von über 2 Millionen Euro, die auch eingezahlt wurden.

Neben der Aufnahme von weiteren Kommanditisten ist auch weiterhin die Bewilligung von Fördergeldern, die im Rahmen der Richtlinie zur Förderung der Fischerei, Aquakultur und Fischwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern eine Förderung bis zu 35 % der Gesamtinvestitionen in Aussicht stellen, geplant. Die entsprechenden Anträge wurden eingereicht, eine Bewilligung gilt als wahrscheinlich.

Die Bauarbeiten wurden begonnen, sie sollen Mitte 2022 beendet sein.

2. Risikobericht

Der tatsächliche Vertrieb ist im Jahr 2019 später als geplant angelaufen. Hinzu kommt, dass in den Jahren 2020, 2021 und auch im laufenden Jahr diverse Behörden, aber auch Firmen bisweilen nur eingeschränkt arbeiten. So wurden die Mitarbeiter einiger Behörden zum Corona-Testen abgestellt. Die ursprünglich für das Jahr 2020 geplante Produktion von schlachtreifen Fischen wird sich erst im Jahr 2022 realisieren lassen.

Der Fortbestand der Gesellschaft ist weiterhin davon abhängig, dass die Kommanditisten die Finanzierung der Gesellschaft durch zusätzliche Gesellschafterdarlehen bzw. Eigenkapitalmaßnahmen sicherstellen.

Die Gesellschaft ist weiterhin ein junges Unternehmen, das noch keine wirtschaftlichen Ergebnisse vorzuweisen hat, die die Richtigkeit des Geschäftskonzeptes belegen können (Start-up Risiko). Neben allgemeinen Planabweichungen sind insbesondere Risiken bei der Errichtung der geplanten Kreislaufanlage (Baurisiken, Umsetzung der technischen Konzeption der Kreislaufanlage etc.) sowie zukünftige Betriebsrisiken möglich.

IV. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Die Gesellschaft betätigt sich in den Jahren 2020 und 2021 nicht in der Forschung und Entwicklung.

V. Zweigniederlassungsbericht

Die Gesellschaft unterhält in den Jahren 2020 und 2021 keine Zweigniederlassungen.

VI. Angaben gemäß § 24 Abs. 1 VermAnlG

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 wurden keine Vergütungen gem. § 24 Abs. 1 VermAnlG gezahlt.

 

Berlin, den 28. Februar 2022

Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG

vertreten durch die Deutsche Edelfisch DEG Capital GmbH

diese vertreten durch das Mitglied der Geschäftsführung

Hans Joachim Acksteiner

An die Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG, Berlin:

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts der Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG, Berlin, für das Geschäftsjahr 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung der Vorschriften des Vermögensanlagengesetzes (VermAnIG) und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr 2020.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 25 VermAnlG i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung der Vorschriften des Vermögensanlagengesetzes (VermAnlG) in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Die für die Überwachung Verantwortlichen sind verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.

Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung unter Berücksichtigung der Vorschriften des Vermögensanlagengesetzes (VermAnlG) ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist in Abschnitt III Nr. 2 Risikobericht ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft weiterhin davon abhängig, dass die Kommanditisten die Finanzierung der Gesellschaft durch weitere Gesellschafterdarlehen bzw. Eigenkapitalmaßnahmen sicherstellen, bis durch die Vermarktung von Genussrechten bzw. Ausgabe von Anleihen ausreichend Finanzmittel zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit eingeworben wurden. Die Realisierung des Geschäftsmodelles und der damit verbundenen Investitionen ist davon abhängig, dass wie geplant Euro 10,0 Millionen Genussrechte bzw. Anleihen eingeworben werden können (Platzierungsrisiko).

 

Berlin, den 28. Februar 2022

Dohm und Partner
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Oliver Dohm, Wirtschaftsprüfer

Beschluss vom 03. März 2022 über die Feststellung des Jahresabschlusses 2020 und Ergebnisverwendung

In Ihrer Gesellschafterversammlung vom 03. März 2022 beschließen die Gesellschafter der Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG, Berlin, einstimmig den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 mit einer Bilanzsumme von € 554.982,12 und einem Jahresfehlbetrag für 2020 von € 426.613,51 festzustellen.

Der Jahresfehlbetrag von € 426.613,51 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Geschäftsführung wird Entlastung erteilt.

Erklärungen des gesetzlichen Vertreters der Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG, Berlin, nach § 264 Abs. 2 Satz 3 und § 289 Absatz 1 Satz 5 HGB

„Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss der Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG, Berlin, zum 31. Dezember 2020 unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt und im Lagebericht zum 31. Dezember 2020 der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.“

 

Berlin, den 28. Februar 2022

gez. Hans Joachim Acksteiner

Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG, Berlin,

vertreten durch die Deutsche Edelfisch DEG Capital GmbH,

diese vertreten durch das Mitglied der Geschäftsführung Hans Joachim Acksteiner

 

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