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Staatsanwaltschaft Osnabrück

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Staatsanwaltschaft Osnabrück

Benachrichtigung über die vorläufige Sicherstellung
von Vermögenswerten gemäß § 111 I Abs. 4 StPO

1110 AR 1121/​22

Die Staatsanwaltschaft führt ein Ermittlungsverfahren gegen

den Inhaber des Girokontos mit der IBAN DE03 1001 1001 2624 2466 84.

Folgender Sachverhalt liegt dem Verfahren zu Grunde:

Vom 18.06.2022 bis zum 04.07.2022 ist es zu einem schweren Computerbetrug i.V.m. Ausspähen von Daten gem. § 263a Abs. 1, 2/​§ 202a StGB zum Nachteil der Saalesparkasse gekommen.
Konkret erhielten die Kunden der Saalesparkasse mehrfach Telefonanrufe von vermeintlichen Saalesparkassemitarbeitern und wurden unter Erzeugung von Druck u. a. zur Herausgabe von TAN Nummern und Kontodaten bewegt.

Um der Beschuldigten das durch die Straftat(en) zu Unrecht Erlangte wieder zu entziehen, hat die Staatsanwaltschaft die Beschlagnahme folgender Vermögenswerte erwirkt:

50.675,49 Euro

Gemäß § 111l Abs. 1 und Abs. 2 Strafprozessordnung (StPO) benachrichtige ich Sie hiermit über die Vollziehung der Beschlagnahme.

Gleichzeitig werden Sie aufgefordert, alsbald nach Erhalt dieses Schreibens zu erklären, ob Sie die Herausgabe verlangen.

Bitte beachten Sie hierzu folgende Hinweise zum weiteren Verfahrensablauf:

Wird eine bewegliche Sache beschlagnahmt und für die Zwecke des Strafverfahrens nicht mehr benötigt, wird sie grundsätzlich an den letzten Gewahrsamsinhaber zurückgegeben. Davon abweichend wird sie an denjenigen herausgegeben, dem sie durch die Straftat entzogen wurde (Verletzter), wenn dieser bekannt ist. Steht der Herausgabe an den letzten Gewahrsamsinhaber oder den Verletzten der Anspruch eines Dritten entgegen, wird die Sache an den Dritten herausgegeben, wenn dieser bekannt ist. Eine Herausgabe erfolgt nur, wenn ihre Voraussetzungen offenkundig sind (§ 111n StPO).

Über die Herausgabe entscheidet im Ermittlungsverfahren und nach rechtskräftigem Abschluss des Verfahrens die Staatsanwaltschaft, im Übrigen das mit der Sache befasste Gericht (§ 111o StPO).

Der Staatsanwaltschaft ist es nicht erlaubt, im Einzelfall rechtlichen Rat zu erteilen. Bitte sehen Sie deshalb von telefonischen Rückfragen ab und lassen sich ggf. anwaltlich beraten.

 

Dipl.-Rechtspflegerin (FH)

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