Start Allgemein Susanne Schober: Ja es ist Identitätsdiebstahl diese Spam-Mail stammt nicht von mir

Susanne Schober: Ja es ist Identitätsdiebstahl diese Spam-Mail stammt nicht von mir

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Natürlich haben wir auch Kontakt zur angeblichen Spam-Mail Versenderin gesucht und wie vermutet, die Dame hat damit wirklich nichts zu tun. Sie hat weder diese Mail versendet, noch will sie von irgendjemandem Geld haben. Natürlich, so Susanne Schober habe ich zeitnah, nachdem ich von dem Vorgang erfahren habe, dann auch bei der Polizei Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet.

Mein persönlicher Eindruck ist aber, dass die Polizei wenig bis gar nichts in dem Vorgang unternimmt.  Natürlich auch für mich eine sehr unschöne Situation, denn ich erhalte natürlich so manchen Anruf, wie von Ihnen, und ich sage dann immer das Gleiche „meine Identität wurde missbraucht“. Ich weiß nicht, warum man sich für diesen kriminellen Vorgang ausgerechnet meinen Namen mit meiner Telefonnummer ausgesucht hat.

Wir haben Frau Schober den Hinweis gegeben, dass es bei Google ein Formular gibt, wo man den genannten Identitätsdiebstahl dann zur Anzeige bringen kann, denn Google reagiert dann sehr schnell. Zudem haben wir ihr jede Unterstützung angeboten, denn mit Verlaub sowas gehört sich nicht.

Kriminell und Feige so muss man den Initiator dann wohl auch einmal nennen. Er soll sich gesagt sein lassen, über 90% der Urheber einer solchen Seite werden von den Behörden ermittelt, wenn man den entsprechenden Druck macht bei den Ermittlungsbehörden und den werden wir sicherlich machen.

Die bewusste SPAM-Mail:

Betreff: Meldung Datenschutzverstoß – Fristablauf
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich verstehe, dass wir alle Schreiben bekommen, die „Spam“ sind – dieses Schreiben ist kein Spam, nehmen Sie es bitte ernst.

Nach einem Besuch Ihrer Internetseite habe ich Sie kürzlich schon einmal angeschrieben und einen Datenschutzverstoß gemeldet, weil Ihre Homepage eine Schriftart von „Google Fonts“ ohne meine Zustimmung von deren Server lädt, dabei meine IP-Adresse an Google übermittelt und zwar schon dann, wenn sich Ihre Internetseite aufbaut und bevor mir überhaupt die Möglichkeit gegeben ist, in eine entsprechende Datennutzung einzuwilligen. Google ist damit in der Lage, mich zumindest teilweise zu identifizieren und auch meinen Verlauf nachzuvollziehen. Ich habe auf einschlägige Rechtsprechung verwiesen, einen ideellen Schaden geltend gemacht und um dessen Ausgleich gebeten – dies auch, um zu zeigen, dass Sie den Verstoß und die Verletzung meiner Rechte ernst nehmen.

Seit meinem Schreiben wissen Sie ganz konkret, wie Sie mich verletzt haben, dass Sie mich verletzt haben und dass Ihre Internetseite gegen Recht verstößt. Trotz Fristablauf habe ich nichts von Ihnen gehört. Ich bin nicht bereit, das so hinzunehmen.

Google Fonts kann auch lokal eingebunden genutzt werden, ohne (!) dass beim Aufruf der Webseite eine Verbindung zu einem Google-Server hergestellt wird und eine Übertragung der IP-Adresse der Webseitennutzer an Google (in den USA) stattfindet. Nach aktueller Rechtsprechung liegt mit der unnötigen Übertragung der IP-Adresse, der ich auch nicht zuvor widersprechen konnte, ein Datenschutzverstoß vor. Hierüber entscheiden die Gerichte, nicht Kommentatoren in Internetforen oder juristischer Literatur. Das Landgericht München I hat den immateriellen Schaden mit 100,- € bereits sehr niedrig angesetzt, aber eben auch ganz konkret zugesprochen in Zusammenhang mit „Google Fonts“. Spätestens wenn ich gezwungen bin, meine Ansprüche auf Unterlassung, Auskunft und Schadensersatz mittels Anwalt oder vor Gericht zu verfolgen, entsteht ein materieller Schaden (neben dem immateriellen). Etwaige Verfahren vor dem Landgericht München I stehen in meinen Augen in keiner Relation zu meinem Versuch, die Angelegenheit unbürokratisch zu regeln.

Bitte sehen Sie mein Vorgehen gegen diesen Rechtsverstoß also in erster Linie als Gelegenheit für Sie an, diesen offensichtlichen, allseits bekannten und völlig unnötigen Fehler in Ihrem Internetauftritt abzustellen.

Ich möchte Ihnen nochmals die Möglichkeit geben, die Angelegenheit ohne großes Aufheben zu bereinigen. Bitte zahlen Sie also die von mir angesetzten 100,- € umgehend auf mein Konto: Susanne Schober IBAN: DE86500105175438287836 BIC: INGDDEFFXXX

Mit Eingang der Zahlung sehe ich die Angelegenheit für mich als erledigt an und gehe davon aus, dass Sie den Datenschutzverstoß in eigenem Interesse beenden. Wenn Sie das klar ausdrücken möchten, geben Sie bitte bei der Überweisung an:
Meldung Datenschutzverstoß auf haarstudio-maier.de – Schreiben Fr. Schober damit erledigt.

Nach Ablauf einer Nachfrist von 7 Tagen halte ich mich nicht mehr an dieses Angebot gebunden.

Sollten Sie sich bis heute nicht haben informieren können, holen Sie das bitte nach:

Einen Screenshot Ihrer Seite lege ich an.

Ich kann verstehen, dass dieses Schreiben und die technischen Hintergründe Sie möglicherweise unvorbereitet trifft. Oft ist der erste Ansprechpartner bei einer Webseite der Webentwickler, der möglicherweise von Ihnen in Regress genommen werden kann. Sie können das Laden der Schrift vom Google Server auf Ihrer Webseite aber auch in wenigen Schritten selbst nachvollziehen. Je nachdem, welchen Internetbrowser Sie in welcher Version nutzen, sind die Wege hierfür unterschiedlich:

Google Chrome / Microsoft Edge:
1. Öffnen Sie Chrome
2. Klicken Sie rechts oben auf die drei Punkte
3. Klicken Sie „Neues Inkognitofenster / Neues InPrivate-Fenster“
4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste mittig in das Fenster
5. Klicken Sie auf „Untersuchen“
6. Es öffnet sich rechts oder unten die Entwicklerleiste
7. Klicken Sie in der Entwicklerleiste auf „Quellen / Sources“
8. Öffnen Sie ganz oben in der Adressleiste Ihre Webseite
9. Nun sehen Sie im linken Bereich der Entwicklerleiste die Google Domain „fonts.googleapis.com / fonts.gstatic.com“

Apple Safari:
1. Öffnen Sie Safari
2. Klicken Sie links oben auf „Safari“
3. Klicken Sie auf „Einstellungen“
4. Klicken Sie in den Einstellungen auf „Erweitert“
5. Setzen Sie ganz unten den Haken bei „Menü Entwickler in der Menüleiste anzeigen“
6. Schließen Sie das Fenster Einstellungen links oben mit dem roten X
7. Öffnen Sie nun in Safari Ihre Webseite
8. Klicken Sie oben auf „Entwickler“
9. Klicken Sie in der Mitte auf „Seitenquelltext einblenden / Show Page Source“
10. Es öffnet sich rechts oder unten die Entwicklerleiste
11. Klicken Sie in der Entwicklerleiste auf „Quellen / Sources“
12. Klicken Sie links „Nach Pfad / Sort by Path“
13. Nun sehen in der Entwicklerleiste die Google Domain „fonts.googleapis.com / fonts.gstatic.com“

Mit freundlichen Grüßen

Susanne Schober
Kronstadter Str. 4
81677 München

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1 Kommentar

  1. …und wieso kann die Polizei nicht einfach die im „Zahlungs-Aufforderungsschreiben“ angegebene IBAN nutzen und die falsche „Susanne Schober“ ausfindig machen?

    … und ist bereits ein Fall bekannt, bei dem nach Ablauf der Zahlungsfrist, tatsächlich eine echte Abmahnung von einem Anwalt geschickt wurde?
    (Ausser die Schreiben sind alle noch so aktuell, dass es noch keinen Fall gibt, bei dem die Frist um wäre…)

    Witziger Umstand: Meine eigene Geschäftsadresse (Büro) ist tatsächlich im selben Haus (Kronstadterstr. 4), ich kenne jedoch nicht alle Büroinhaber denn es sind etliche Dutzend…
    Aber ich werde mich mal umsehen, ob es da überhaupt eine S. Schober gibt.

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