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Dividendenkonzept Plus UI: Starkes Jahr mit 20,64 % Wertzuwachs – aber hoher Abfluss und teurer Berater setzen Akzente

Die Universal-Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Frankfurt am Main legt als verwaltende Gesellschaft des Fonds Dividendenkonzept Plus UI (ISIN DE000A2H7NB1) den Jahresbericht für den Zeitraum vom 1. Juli 2025 bis 30. Juni 2026 vor. Für Anleger fällt vor allem auf: Der Fonds erzielte trotz schwieriger politischer und marktseitiger Rahmenbedingungen eine sehr ordentliche Wertentwicklung, musste im Geschäftsjahr aber zugleich deutliche Mittelabflüsse verkraften. Ein externer Fondsmanager oder Anlageberater wird im Bericht nicht genannt; ausgewiesen ist jedoch eine Anlageberatungsvergütung an die Gesellschaft bzw. Dritte.

Aus Anlegersicht zeigt der Bericht damit ein gemischtes Bild: operativ war das Aktienportfolio erfolgreich, die Kostenquote blieb aber spürbar und der Fonds musste sich mit sinkender Zahl umlaufender Anteile behaupten. Auffällig ist zudem, dass der Fonds nahezu vollständig in Aktien investiert blieb und seine Struktur nur im Detail anpasste.

Vermögen und Wertentwicklung

Das Fondsvermögen stieg im Geschäftsjahr von 28,55 Millionen Euro auf 30,86 Millionen Euro. Der Anteilwert legte von 125,45 Euro auf 147,28 Euro zu. Das entspricht einem Anstieg um 20,64 Prozent im Berichtszeitraum. Für Anleger bedeutet das: Trotz Nettoabflüssen konnte der Fonds den Vermögensrückgang durch Ausschüttung und Rücknahmen durch die Wertentwicklung mehr als kompensieren.

Die Nettoabflüsse beliefen sich auf 2,38 Millionen Euro. Den Mittelzuflüssen aus dem Verkauf neuer Anteile von 1,73 Millionen Euro standen Mittelabflüsse aus Rücknahmen von 4,11 Millionen Euro gegenüber. Zusätzlich wurde im Vorjahr eine Ausschüttung von 791.243,16 Euro abgezogen. Damit sank auch die Zahl der umlaufenden Anteile auf 209.528 Stück nach 227.554 Stück im Vorjahr.

Das Ergebnis des Geschäftsjahres betrug 5,40 Millionen Euro. Davon entfielen 2,79 Millionen Euro auf das realisierte Ergebnis und 2,61 Millionen Euro auf nicht realisierte Gewinne. Die wesentlichen Quellen des positiven Veräußerungsergebnisses waren laut Bericht realisierte Gewinne aus ausländischen Aktien. Der ordentliche Nettoertrag lag bei 468.868,73 Euro und damit deutlich unter dem Gesamtergebnis, was zeigt, dass der Ertrag des Fonds nicht nur aus laufenden Dividenden, sondern in erheblichem Umfang aus Kursgewinnen und Bewertungszuwächsen stammte.

Kosten

Die Gesamtkostenquote betrug 1,55 Prozent ohne Transaktionskosten. Das ist für einen aktienorientierten Fonds mit aktivem Stockpicking kein ungewöhnlicher, aus Anlegersicht aber dennoch beachtlicher Wert. In der Ertrags- und Aufwandsrechnung stehen Aufwendungen von insgesamt 437.485,55 Euro Erträgen von 906.354,29 Euro gegenüber. Anders formuliert: Fast die Hälfte der Erträge wurde durch laufende Kosten aufgezehrt.

Die Verwaltungsvergütung lag bei 416.847,33 Euro. Darin enthalten sind 65.735,17 Euro Verwaltungsvergütung und 351.112,16 Euro Beratungsvergütung. Hinzu kamen 20.813,50 Euro für die Verwahrstelle sowie 5.972,49 Euro für Prüfungs- und Veröffentlichungskosten. Die im Vermögensausweis gesondert ausgewiesenen sonstigen Verbindlichkeiten enthalten zudem 18.993,54 Euro Verwaltungsvergütung, 3.616,37 Euro Verwahrstellenvergütung und 91.169,00 Euro Anlageberatungsvergütung. Für Anleger ist vor allem diese Beratervergütung auffällig, weil sie den Kostendruck des Fonds zusätzlich erhöht.

Die Transaktionskosten beliefen sich auf 21.791,32 Euro. Positiv ist, dass keine Pauschalvergütungen an die Verwaltungsgesellschaft oder Dritte gezahlt wurden. Die Kostenstruktur ist aber insgesamt ein relevanter Faktor, der die Rendite spürbar mitbestimmt.

Portfolio und größte Positionen

Der Fonds blieb seinem Konzept treu: 99,09 Prozent des Vermögens waren in Aktien investiert, liquide Mittel machten 1,14 Prozent aus. Das Portfolio war breit gestreut, aber klar auf dividendenstarke Einzeltitel fokussiert. Die Gesellschaft nennt 50 etwa gleichgewichtete Positionen mit regelmäßigen Rebalancings. Der Schwerpunkt lag weiterhin auf Europa, ergänzt um einen substanziellen US-Anteil von 29,21 Prozent.

Auf Länderebene entfielen die größten Gewichtungen auf die USA, Frankreich, Großbritannien und Deutschland. Die USA kamen auf 9,02 Millionen Euro oder 29,21 Prozent des Fondsvermögens. Frankreich stand bei 15,90 Prozent, Großbritannien bei 14,13 Prozent und Deutschland bei 13,68 Prozent. Daneben waren unter anderem die Schweiz mit 8,06 Prozent, Australien mit 5,65 Prozent und Kanada mit 4,03 Prozent vertreten. Russland-Exposure bestand laut Bericht weiterhin nicht.

Zu den größten Einzelpositionen zählten unter anderem Coca-Cola, Union Pacific, Linde, Johnson & Johnson, Swiss Re, Novo Nordisk, AXA, Nestlé, Rekitt Benckiser, BP, HSBC, Imperial Brands, SAP, Siemens, Allianz, Münchener Rück, Deutsche Telekom und mehrere große Energie- und Versorgerwerte. Alle Positionen lagen grob im Bereich um 1,7 bis 2,2 Prozent des Fondsvermögens, was Klumpenrisiken auf Einzeltitelebene begrenzen soll. Der Fonds setzte im Berichtsjahr keine Derivate ein; strukturierte Produkte wurden ebenfalls nicht genutzt.

Risiken und Auffälligkeiten

Der Bericht nennt als wesentliche Risiken vor allem allgemeine Marktpreisrisiken, Aktienrisiken und Währungsrisiken. Das ist für einen weltweit investierenden Aktienfonds erwartbar. Aus Anlegersicht auffällig ist vor allem die starke Abhängigkeit von Aktienmärkten und Wechselkursen, da der Fonds fast vollständig investiert ist und keine Absicherung über Derivate eingesetzt wurde. Zugleich kann die breite Streuung über Länder und Einzeltitel das Risiko einzelner Fehlschläge mindern.

Bemerkenswert ist außerdem, dass die Anlagebedingungen am 16. April 2026 an neue regulatorische Vorgaben angepasst wurden. Als Pflicht-Liquiditätsmanagementinstrumente wurden Rücknahmebeschränkung und Verlängerung der Rücknahmefrist festgelegt; angewandt wurden sie im Berichtszeitraum allerdings nicht. Für Anleger ist das vor allem ein Hinweis darauf, dass der Fonds regulatorisch modernisiert wurde, ohne dass es zu akuten Liquiditätsproblemen gekommen wäre.

Fazit für Anleger

Der Fonds hat im Geschäftsjahr 2025/2026 mit 20,64 Prozent eine starke Wertentwicklung erzielt und das Vermögen trotz Mittelabflüssen ausgebaut. Die Ausschüttung betrug 733.349,66 Euro beziehungsweise 3,50 Euro je Anteil. Der Abschlussprüfer bestätigt in einem Satz, dass der Jahresbericht in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorgaben entspricht und ein umfassendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Sondervermögens vermittelt.

Aus Sicht der Anleger bleibt damit vor allem zweierlei festzuhalten: Das Konzept aus dividendenorientierten Qualitätsaktien hat im Berichtsjahr funktioniert, zugleich sind die laufenden Kosten und die nennenswerte Anlageberatungsvergütung ein gewichtiger Punkt bei der Bewertung der Nettoerträge.

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