Die Deka Investment GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main legt mit diesem Bericht den Jahresbericht zum 30. Juni 2026 für den Fonds Deka-Digitale Kommunikation – TF und CF vor. Der Fonds blieb zwar fast vollständig in Aktien investiert, musste im Geschäftsjahr aber einen Rückgang hinnehmen: Das Gesamtfondsvermögen sank auf 605,3 Mio. Euro, der Anteilwert fiel je nach Anteilklasse spürbar. Für Anleger ist vor allem auffällig, dass das Geschäftsjahr trotz hoher realisierter Gewinne unter dem Strich klar negativ ausfiel, weil die Kursrückgänge im Bestand die Erträge überlagerten.
Vermögen und Wertentwicklung
Zum 30. Juni 2026 belief sich das Fondsvermögen auf 605,3 Mio. Euro. In der Anteilklasse CF lag der Anteilwert bei 153,79 Euro, in der Anteilklasse TF bei 112,79 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang: CF sank von 163,24 Euro auf 153,79 Euro, TF von 120,61 Euro auf 112,79 Euro. Damit blieb die Wertentwicklung im Berichtsjahr deutlich hinter dem Vorjahr zurück und war mit minus 4,2 Prozent (CF) bzw. minus 4,9 Prozent (TF) negativ.
Die Entwicklung des Sondervermögens wurde nicht nur durch Marktschwankungen geprägt, sondern auch durch Mittelabflüsse. Die Netto-Mittelbewegung war mit minus 17,7 Mio. Euro bei der TF-Anteilklasse belastend; bei CF ergab sich ein leichter Nettoabfluss von 0,35 Mio. Euro. Für Anleger heißt das: Der Fonds verlor nicht nur durch Kurse, sondern auch durch Rückgaben an Größe. Die Zahl der umlaufenden Anteile lag bei 4,54 Mio. (TF) und 605.480 (CF).
Das Geschäftsjahresergebnis war insgesamt negativ. Bei CF belief sich das Ergebnis auf minus 4,28 Mio. Euro, bei TF auf minus 27,37 Mio. Euro. Ursache war vor allem das nicht realisierte Ergebnis: Während die realisierten Gewinne aus Verkäufen im TF-Teil mit 58,4 Mio. Euro deutlich positiv waren, wurden sie von realisierten Verlusten, vor allem aber von nicht realisierten Kursverlusten von 62,5 Mio. Euro übertroffen. Auch bei CF überwogen die nicht realisierten Verluste deutlich. Aus Anlegersicht bedeutet das: Der Fonds verdiente an Umschichtungen zwar Geld, konnte aber die schwächere Börsenentwicklung einzelner Positionen nicht ausgleichen.
Anlageergebnis und Ertragsquellen
Der ordentliche Nettoertrag fiel unterschiedlich aus: CF erzielte einen kleinen Überschuss von 113.000 Euro, TF dagegen einen ordentlichen Nettoverlust von 3,27 Mio. Euro. Die laufenden Erträge stammten vor allem aus Dividenden ausländischer Emittenten. Beim TF-Anteil waren das 9,48 Mio. Euro, bei CF 1,72 Mio. Euro. Hinzu kamen vergleichsweise geringe Zins- und sonstige Erträge. Auf der Aufwandsseite wogen vor allem Verwaltungsvergütung und Verwahrstellenvergütung schwer. Im TF-Anteil betrugen die gesamten Aufwendungen 11,68 Mio. Euro, bei CF 1,41 Mio. Euro. Damit verschlangen die Kosten einen großen Teil der Erträge; bei TF überstiegen die Aufwendungen den ordentlichen Ertrag deutlich.
Kosten
Die laufende Verwaltungsvergütung lag bei 2,05 Prozent p.a. für TF und 1,33 Prozent p.a. für CF. Dazu kamen Verwahrstellenvergütung, Prüfungs- und Veröffentlichungskosten sowie sonstige Aufwendungen. Die Gesamtkostenquote betrug 2,16 Prozent für TF und 1,44 Prozent für CF. Aus Sicht privater Anleger ist das für einen Aktienfonds hoch genug, um die Nettoerträge merklich zu belasten. Besonders ins Gewicht fielen die Kosten für die Bereitstellung von Analysematerial und Dienstleistungen durch Dritte sowie fremde Depotgebühren. Beratervergütungen wurden ebenfalls ausgewiesen, blieben jedoch im Verhältnis zur Gesamtbelastung klein. Positiv ist, dass die Gesellschaft keine Rückvergütungen aus den an Verwahrstelle und Dritte gezahlten Vergütungen erhält und keine Ausgabeaufschläge oder Rücknahmeabschläge bei Erwerb und Veräußerung der Investmentanteile berechnet wurden.
Portfolio und größte Positionen
Der Fonds war zum Stichtag mit 98,1 Prozent in Aktien investiert; nur 2,1 Prozent lagen in Bankguthaben, Geldmarktpapieren und Geldmarktfonds. Die Strategie bleibt damit klar auf Aktien aus Telekommunikation, Medien und internetnahen Geschäftsmodellen ausgerichtet. Regional dominieren die USA mit rund 49,7 Prozent des Fondsvermögens. Es folgen Japan mit 8,1 Prozent, Deutschland mit 7,2 Prozent, Großbritannien mit 4,9 Prozent und Frankreich mit 4,0 Prozent. Währungsseitig war der Fonds entsprechend stark dem US-Dollar ausgesetzt, was zusätzlich das Fremdwährungsrisiko erhöht.
Zu den größten Einzelpositionen zählten Alphabet, Amazon, Meta Platforms, Netflix, Spotify, Deutsche Telekom, SoftBank Corp., Orange, Equinix, KPN, Swisscom und Telekom-Titel aus Europa und Asien. Im Bericht ausdrücklich genannt werden außerdem Instacart, Uber, RELX, T-Mobile US und Nokia. Die Gewichtung zeigt: Der Fonds setzt nicht nur auf klassische Telekom, sondern auch auf Plattform-, Werbe-, Daten- und E-Commerce-Werte. Das kann Chancen eröffnen, führt aber auch zu Klumpenrisiken, wenn gerade diese Themen unter Druck geraten.
Risiken und Auffälligkeiten
Der Bericht nennt als wesentliche Risiken Marktpreisrisiken, Fremdwährungsrisiken sowie Risiken aus dem Einsatz von Derivaten, darunter das Kontrahentenrisiko. Liquiditätsrisiken wurden zwar als nicht wesentlich eingestuft, doch bleibt der Fonds mit seinem hohen Aktienanteil marktsensibel. Auffällig ist zudem die deutliche Abhängigkeit von wenigen großen Wachstumswerten und vom US-Markt. Gerade der Mediensektor belastete die Entwicklung über weite Strecken, weil Inhalteanbieter und Distributoren im Zuge von KI-Risiken schwach liefen. Gleichzeitig wurde der Medienanteil zwar reduziert, blieb aber weiterhin ein gewichtiger Risikofaktor.
Strategisch ist bemerkenswert, dass der Fondsmanagementansatz KI-Risiken ausdrücklich berücksichtigt und personalintensive Dienstleister sowie bestimmte Medienwerte gemieden hat. Dafür wurden Unternehmen bevorzugt, die aus Sicht des Managements bessere Antworten auf KI-getriebene Veränderungen bieten, etwa durch proprietäre Daten oder eigene Anwendungen. Im Telekommunikationsbereich wurden Europa und Schwellenländer stärker akzentuiert als Nordamerika. Außerdem wurde für den Berichtszeitraum ein Leverage von 101,71 Prozent ausgewiesen; Aktienindex-Futures wurden zur Steuerung eingesetzt.
Ausschüttung und Prüfungsurteil
Die Anteilklassen sind ausschüttend. Für CF wurde eine Gesamtausschüttung von 2,19 Mio. Euro beziehungsweise 3,61 Euro je Anteil beschlossen, für TF 12,08 Mio. Euro beziehungsweise 2,66 Euro je Anteil; der Rest wurde auf neue Rechnung vorgetragen oder der Wiederanlage zugeführt. Der unabhängige Abschlussprüfer bestätigt in einem Satz, dass der Jahresbericht nach seiner Beurteilung in allen wesentlichen Belangen den Vorschriften des KAGB und den einschlägigen europäischen Verordnungen entspricht.
Fazit für Anleger
Für Anleger zeigt der Bericht vor allem eines: Der Fonds blieb seiner thematischen Ausrichtung treu, konnte daraus im Berichtsjahr aber keinen positiven Gesamtertrag für die Anteilinhaber erwirtschaften. Die Kombination aus hoher Aktienquote, Konzentration auf digitale Plattformen und Medienwerte, Währungsrisiken sowie relativ hohen laufenden Kosten führte dazu, dass die guten realisierten Handelsgewinne vom schwachen Marktumfeld und den Bewertungsverlusten überlagert wurden. Wer in diesem Fonds investiert ist, sollte die Entwicklung der dominierenden US-Titel, der Medienwerte und der Kostenbelastung besonders im Blick behalten.