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MPF SMPT 17: Solides Jahr mit 13,83 Prozent Plus – aber hohe laufende Kosten und deutlicher Einsatz von Zielfonds

Die Bantleon Invest Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz in Hannover legt als Herausgeberin und verwaltende Gesellschaft des Fonds MPF SMPT 17 diesen Jahresbericht vor. Für die Portfolioverwaltung ist laut Bericht die Michael Pintarelli Finanzdienstleistungen AG mit Sitz in Düsseldorf beauftragt. Aus Anlegersicht fällt das Geschäftsjahr bis 30. Juni 2026 insgesamt positiv aus: Das Fondsvermögen stieg auf 36,87 Mio. Euro, der Anteilwert kletterte auf 148,91 Euro, und der Fonds erzielte mit 13,83 Prozent eine zweistellige Wertentwicklung.

Gleichzeitig zeigt der Bericht aber auch, dass ein wesentlicher Teil des Erfolgs nicht aus laufenden Erträgen, sondern aus Kurs- und Veräußerungseffekten kam. Zudem sind die Kosten des Fonds spürbar: Die Gesamtkostenquote lag bei 0,89 Prozent, und die externen Managementaufwendungen schlagen im Kostenblock deutlich zu Buche.

Vermögen und Wertentwicklung

Das Fondsvermögen erhöhte sich innerhalb des Geschäftsjahres von 32,90 Mio. Euro auf 36,87 Mio. Euro. Entscheidend dafür war nicht nur die Marktentwicklung, sondern auch ein positives Ergebnis des Geschäftsjahres von 4,52 Mio. Euro. Dem standen Ausschüttungen von 590.860,58 Euro sowie ein nur leicht positiver Netto-Mittelzufluss von 34.277,10 Euro gegenüber. Für Anleger heißt das: Das Wachstum kam vor allem aus der Wertentwicklung des Portfolios, nicht aus frischem Zufluss neuen Kapitals.

Der Anteilwert stieg von 133,04 Euro im Vorjahr auf 148,91 Euro. Über drei Jahre betrachtet zeigt sich damit ein stetiger Aufwärtstrend: 2022/2023 lag der Anteilwert bei 117,55 Euro, 2023/2024 bei 133,37 Euro und 2024/2025 bei 133,04 Euro. Für das Berichtsjahr weist der Fonds eine Wertentwicklung von 13,83 Prozent aus; ein Vergleichsindex ist nicht festgelegt. Aus Anlegersicht ist positiv, dass die realisierten Gewinne und Verluste laut Bericht ausschließlich aus Aktien, Renten, Investmentanteilen und Devisen stammten, also aus dem aktiven Management des Portfolios. Der ordentliche Nettoertrag betrug 126.726,93 Euro und war damit zwar positiv, aber im Verhältnis zum Gesamtergebnis eher klein.

Kosten

Bei den laufenden Kosten ist der Fonds nicht billig. Die Verwaltungsvergütung belief sich auf 60.118,64 Euro, hinzu kamen 8.360,64 Euro Verwahrstellenvergütung sowie 9.469,17 Euro für Prüfungs- und Veröffentlichungskosten. Der auffälligste Posten unter den Aufwendungen sind die sonstigen Aufwendungen mit 237.972,93 Euro; als wesentliche sonstige Aufwendung nennt der Bericht eine externe Managementvergütung von 210.772,62 Euro. Für Anleger bedeutet das: Ein erheblicher Teil der Erträge wird durch laufende Kosten aufgezehrt, auch wenn der Fonds unter dem Strich profitabel war.

Die Gesamtkostenquote von 0,89 Prozent erscheint auf den ersten Blick moderat, ist aber im Kontext des Fondsmodells zu lesen. Denn zusätzlich zu den regulären Fondskosten fallen indirekt Kosten über Zielfonds an: Der Fonds hält eine breite Auswahl externer Investmentanteile, deren eigene Verwaltungsvergütungen zwischen 0,07 und 1,21 Prozent p.a. liegen. Eine erfolgsabhängige Vergütung fiel nicht an, und Ausgabeaufschläge oder Rücknahmeabschläge bei Zielfonds wurden ebenfalls nicht gezahlt. Positiv ist aus Anlegersicht, dass keine Pauschalvergütung an Verwaltungsgesellschaft oder Dritte gezahlt wurde.

Portfolio und größte Positionen

Das Portfolio ist klar gemischt, aber mit deutlichen Schwerpunkten. Zum Stichtag entfielen 39,34 Prozent des Fondsvermögens auf Aktien, 15,71 Prozent auf Rentenpapiere, 35,01 Prozent auf Investmentanteile und 7,20 Prozent auf Zertifikate; dazu kamen 9,92 Prozent Bankguthaben. Besonders auffällig ist die hohe Barreserve von knapp zehn Prozent, die dem Fonds zwar Flexibilität gibt, aber in einem stabilen Marktumfeld auch Renditepotenzial bremst.

Innerhalb der Aktien lag der Schwerpunkt erneut auf Technologie, die 26,51 Prozent des Aktienvermögens ausmachte. Danach folgten Haushalts- und persönliche Gegenstände mit 14,39 Prozent, Industriegüter und Dienstleistungen mit 14,25 Prozent sowie Nahrungsmittel und Getränke mit 13,41 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr wurde der Anteil von Industriegütern und Dienstleistungen deutlich ausgebaut. Regionale Schwerpunkte werden im Bericht nicht direkt in einer Länderaufteilung ausgewiesen, aber aus den Einzelpositionen ist eine klare Mischung aus Europa, USA und Asien erkennbar.

Zu den größeren Einzelpositionen zählen im Aktienbereich unter anderem Alphabet, Microsoft, NVIDIA, Amazon, Johnson & Johnson, PepsiCo, Procter & Gamble und Waste Management. Unter den europäischen Titeln fallen Nestlé, Novartis, ASML, LVMH, Schneider Electric, Siemens, Deutsche Börse, Deutsche Telekom, Hannover Rück und Münchener Rück auf. Bei den Rentenpapieren dominieren Unternehmensanleihen und nachrangige Titel, etwa von AXA, Bayer, RWE, Volkswagen International Finance, Allianz und Berkshire Hathaway Finance. Auffällig ist außerdem der hohe Anteil an Zielfonds, darunter mehrere Index-ETFs und thematische Fonds wie Cyber Security, Robotik, Wasser, Asien und US-Aktien. Das spricht für eine starke Steuerung über Fondsbausteine statt über Direktanlagen allein.

Risiken und Auffälligkeiten

Aus Anlegersicht ist besonders relevant, dass der Fonds nicht nur Aktien- und Marktrisiken trägt, sondern auch deutliches Zins-, Kredit- und Währungsrisiko. Die Rentenpositionen haben eine sehr lange durchschnittliche Restlaufzeit von 42,22 Jahren; das erhöht die Empfindlichkeit gegenüber Zinsänderungen erheblich. Zwar liegt das durchschnittliche Rating der Rentenpapiere bei A, doch reicht die Spanne laut Bericht bis BB+, was auf einen Mischbestand mit unterschiedlichen Bonitäten hinweist.

Positiv ist, dass im Berichtszeitraum keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt wurden. Das begrenzt Komplexität und Hebelrisiken; der ausgewiesene durchschnittliche Leverage lag nur bei 0,88 Prozent. Gleichzeitig ist der Fonds aber von indirekten Risiken über Zielfonds abhängig. Wenn Rücknahmen bei diesen Fonds ausgesetzt würden, könnte das die eigene Liquidität beeinträchtigen. Die Berichtssprache nennt zudem allgemeine geopolitische Unsicherheiten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine, dem Iran-Konflikt und der US-Zollpolitik.

Eine auffällige Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist die Verringerung der Rentenquote von 20,36 auf 15,71 Prozent sowie der Rückgang des Fremdwährungsanteils sowohl bei Aktien als auch bei Renten. Das kann das Währungsrisiko etwas senken. Gleichzeitig wurde der Anteil der Zielfonds ausgeweitet. Für Anleger heißt das: Der Fonds bleibt breit gestreut, nutzt aber stärker externe Strategien und ist damit weniger ein klassischer Direktanlagenfonds als ein aktiv gemanagtes Mischportfolio mit Dachfondscharakter.

Fazit für Anleger

Unterm Strich war 2025/2026 ein gutes Jahr für MPF SMPT 17: Das Fondsvermögen stieg, der Anteilwert legte deutlich zu, und der Fonds schüttete 2,39 Euro je Anteil aus. Gleichzeitig zeigt der Bericht, dass die Ertragsseite nur teilweise aus laufenden Zahlungen kam und dass die Kostenstruktur mit externer Managementvergütung spürbar ins Gewicht fällt. Der unabhängige Abschlussprüfer erteilte ein uneingeschränktes Prüfungsurteil und bestätigte, dass der Jahresbericht in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorgaben entspricht und ein umfassendes Bild der tatsächlichen Verhältnisse vermittelt.

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