Besitzer der INMO Air3 Smart Glasses sollten ihre Brille vorerst nicht mehr benutzen. Hintergrund ist ein Sicherheitsproblem, bei dem sich der linke Bügel der AR-Brille stark erhitzen kann. Dadurch besteht für Nutzer die Gefahr von Verbrennungen.
Die US-Verbraucherschutzbehörde Consumer Product Safety Commission (CPSC) veröffentlichte die entsprechende Rückrufmitteilung am 24. September 2026. Betroffen sind schwarze INMO-Air3-Brillen. Das Modell lässt sich unter anderem an einer Kennzeichnung auf der Innenseite des rechten Bügels erkennen. Dort befinden sich die Bezeichnungen „AIR3“ und „INMO“.
Besonders problematisch ist, dass Smart Glasses über längere Zeit unmittelbar am Kopf getragen werden. Bei der INMO Air3 kann sich laut der Meldung insbesondere der linke Brillenbügel während einer längeren Nutzung stark erwärmen.
Nutzer berichten von Brennen im Gesicht und am Ohr
Bei dem Rückruf handelt es sich nicht nur um eine rein vorsorgliche Maßnahme. Dem Hersteller wurden bereits zehn Fälle überhitzter Air3-Brillen gemeldet. Einige Nutzer berichteten dabei von einem Brenngefühl im Gesicht sowie an der linken Seite des Ohrs.
Welche technische Komponente die starke Wärmeentwicklung verursacht, ist bislang nicht bekannt. In sozialen Netzwerken hatten Nutzer dem Bericht zufolge bereits seit Anfang 2026 über Hitzeprobleme mit der Air3 berichtet.
Brille wurde auch nach Deutschland verkauft
Der Rückruf ist auch für deutsche Käufer relevant. Nach den Versandinformationen des Herstellers wurde die INMO Air3 in europäische Länder geliefert. Wie viele Exemplare tatsächlich nach Deutschland verkauft wurden, ist allerdings nicht bekannt.
In den USA umfasst der Rückruf rund 1.643 Geräte, in Kanada kommen etwa 120 Exemplare hinzu. Die betroffenen Smart Glasses wurden zwischen Dezember 2025 und August 2026 über verschiedene Vertriebswege verkauft. Der Verkaufspreis lag zwischen 900 und 1.300 US-Dollar.
Betroffene sollen INMO Air3 sofort nicht mehr benutzen
Wer eine betroffene INMO Air3 besitzt, soll die Smart Glasses ab sofort nicht mehr verwenden und sich an den Hersteller wenden.
Nach den vorliegenden Informationen bietet INMO eine kostenlose Reparatur in Form eines Systemupdates auf die Softwareversion V3.16 an. Der Hersteller unterstützt Kunden dabei, die neue Software online auf der Brille zu installieren. Ein Austausch der kompletten Smart Glasses ist deshalb nicht in jedem Fall erforderlich.
Für die Abwicklung sollen Besitzer dem Support ein Foto ihrer Air3 übermitteln. Sofern vorhanden, werden außerdem die Bestellnummer und der jeweilige Vertriebskanal benötigt.
Für Besitzer der betroffenen Brille gilt damit zunächst vor allem: Die INMO Air3 nicht weiter am Kopf tragen, bis die vom Hersteller vorgesehene Maßnahme durchgeführt wurde.