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iPhone 18 als Köder: Fake-Shops locken mit 25 Prozent Rabatt und erfundenen Modellen

Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay

Kaum startet der Verkauf des iPhone 18, versuchen offenbar auch Betrüger, von der hohen Nachfrage zu profitieren. Sicherheitsforscher von Kaspersky haben nach einem Bericht von COMPUTER BILD gefälschte Online-Shops entdeckt, die mit vermeintlichen Sonderangeboten für die neuen Apple-Smartphones werben.

Die Masche ist gleich doppelt gefährlich: Interessenten können nicht nur ihr Geld verlieren. Im Bestellprozess sollen die Seiten auch persönliche Daten und Zahlungsinformationen abgreifen.

Besonders auffällig sind die Lockangebote. Eine der entdeckten Seiten soll ein iPhone 18 Pro mit angeblich 25 Prozent Rabatt angeboten haben. Ein anderer Fake-Shop ging noch weiter und bewarb Varianten des Smartphones, die Apple zum Marktstart überhaupt nicht angekündigt hatte.

25 Prozent Rabatt sollen Käufer anlocken

Ein neues und stark nachgefragtes Smartphone kurz nach dem Verkaufsstart mit einem ungewöhnlich hohen Preisnachlass zu bekommen, klingt verlockend.

Genau darauf setzt offenbar eine der von Kaspersky entdeckten Seiten.

Das angebliche iPhone 18 Pro wird dort laut Bericht mit 25 Prozent Rabatt angeboten. Dabei handelt es sich offenbar nicht um eine offensichtlich primitive Betrugsseite: Der Shop ist professionell gestaltet und enthält technische Informationen zum Smartphone.

Sogar Kryptowährungen wie Bitcoin werden als Zahlungsmittel akzeptiert.

Wer aufgrund des professionellen Erscheinungsbildes von einem seriösen Händler ausgeht, könnte deshalb in die Falle geraten.

Nach den Erkenntnissen der Sicherheitsforscher besteht das Risiko, dass Käufer sowohl ihr Geld als auch persönliche Daten an Betrüger verlieren.

Fake-Shop erfindet sogar eigene iPhone-18-Varianten

Eine weitere Masche ist besonders bemerkenswert.

Ein anderer Fake-Shop wirbt laut Bericht mit Vorbestellungen für angebliche iPhone-18-Varianten in Farben und Speicherausstattungen, die Apple zum Marktstart gar nicht angekündigt hat.

Die Täter setzen damit offenbar nicht nur auf niedrigere Preise, sondern erfinden Produkteigenschaften beziehungsweise Varianten, die das Angebot besonders attraktiv erscheinen lassen sollen.

Zusätzliche Versprechen sollen Vertrauen schaffen.

So werden flexible Teilzahlungen angeboten. Für den Fall einer Stornierung wird sogar eine vollständige Rückerstattung versprochen.

Im eigentlichen Bestellprozess zeigt sich dann das Risiko: Nutzer sollen zahlreiche persönliche Informationen und ihre Kreditkartendaten eingeben.

Warum gerade neue iPhones attraktive Köder sind

Der Zeitpunkt ist kein Zufall.

Bei der Einführung eines neuen Smartphones ist das öffentliche Interesse besonders groß. Viele Kunden suchen gleichzeitig nach Preisen, Lieferzeiten und verfügbaren Varianten.

Genau dieses Umfeld können Kriminelle ausnutzen.

Olga Altukhova, Senior Web Content Analyst bei Kaspersky, weist darauf hin, dass Betrugsangebote rund um den Verkaufsstart populärer Geräte kein neues Phänomen seien.

Der Hype um ein neues Produkt könne Cyberkriminellen jedoch einen zusätzlichen Vorteil verschaffen und die Chancen erhöhen, mit entsprechenden Maschen Geld zu verdienen.

Das Prinzip ist einfach: Je größer die Nachfrage, desto größer ist auch die Zahl potenzieller Käufer, die nach einem besonders günstigen Angebot suchen.

Nicht nur das Geld ist in Gefahr

Die finanziellen Folgen einer Bestellung sind dabei nur ein Teil des Problems.

Wer auf einer betrügerischen Seite Namen, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Kreditkartendaten eingibt, liefert den Betreibern eine umfangreiche Sammlung persönlicher Informationen.

Nach Angaben der Sicherheitsexperten können solche Daten anschließend nicht nur für unmittelbare Betrugsversuche eingesetzt werden.

Sie können auch die Grundlage für weitere Phishing- und Social-Engineering-Angriffe bilden.

Das macht die Masche besonders gefährlich: Selbst wenn ein Betroffener einen Betrugsversuch rechtzeitig erkennt oder eine Zahlung noch stoppen kann, können bereits übermittelte persönliche Informationen weiterhin missbraucht werden.

Professionelles Design ist kein Beweis für einen seriösen Händler

Der Fall zeigt zudem ein grundsätzliches Problem moderner Fake-Shops.

Eine betrügerische Website muss nicht zwangsläufig durch schlechtes Deutsch, offensichtliche Designfehler oder eine amateurhafte Gestaltung auffallen.

Eine der von Kaspersky entdeckten Seiten soll professionell gestaltet gewesen sein und technische Daten zum angebotenen Smartphone enthalten haben.

Für Verbraucher bedeutet das: Das Aussehen eines Shops allein ist kein ausreichendes Qualitätsmerkmal.

Produktbilder, technische Daten, Kundenbewertungen, Rabattbanner oder professionell formulierte Geschäftsbedingungen lassen sich vergleichsweise leicht nachbilden.

Entscheidend ist vielmehr, wer tatsächlich hinter dem Angebot steht.

Besonders hohe Rabatte als Warnsignal

Misstrauen ist insbesondere dann angebracht, wenn ein gerade erschienenes und stark nachgefragtes Smartphone erheblich günstiger angeboten wird als bei etablierten Händlern.

Ein hoher Rabatt ist für sich genommen selbstverständlich noch kein Beweis für Betrug.

Bei einem außergewöhnlich günstigen Angebot sollte jedoch genauer geprüft werden, wie plausibel der Preis tatsächlich ist.

Das gilt besonders unmittelbar nach dem Marktstart eines begehrten Geräts.

Wer ein iPhone 18 deutlich unter dem sonst üblichen Preis findet, sollte deshalb nicht allein aufgrund des vermeintlichen Zeitdrucks oder eines eingeblendeten Rabatts bestellen.

Auch erfundene Modelle können Betrüger verraten

Noch eindeutiger kann ein anderer Fehler sein: Der Shop verkauft ein Produkt, das in dieser Form offiziell gar nicht angeboten wird.

Bei den von Kaspersky untersuchten Seiten sollen unter anderem iPhone-18-Modelle in Farben und Speichervarianten angeboten worden sein, die Apple zum Marktstart nicht angekündigt hatte.

Vor einer Bestellung kann sich deshalb ein Vergleich mit den offiziell verfügbaren Modellen lohnen.

Stimmen Modellbezeichnung, Farbe oder Speicherkapazität nicht mit den tatsächlich angebotenen Varianten überein, ist besondere Vorsicht angebracht.

Internetadresse genau kontrollieren

Auch die Domain des Shops verdient Aufmerksamkeit.

Fake-Shops können bekannte Markennamen oder Begriffe verwenden, die einem seriösen Händler ähneln. Bereits kleine Veränderungen einer Internetadresse können beim schnellen Lesen übersehen werden.

Deshalb empfiehlt es sich, die Adresse eines unbekannten Shops genau zu kontrollieren und nicht allein einem professionell wirkenden Seitenaufbau zu vertrauen.

Gerade Links aus Werbeanzeigen, E-Mails, Messenger-Nachrichten oder sozialen Netzwerken sollten nicht automatisch als Beleg für einen offiziellen Händler betrachtet werden.

So lässt sich das Risiko reduzieren

COMPUTER BILD nennt mehrere Vorsichtsmaßnahmen.

Neue iPhones sollten demnach bevorzugt bei offiziellen Apple-Händlern oder bekannten Shops gekauft werden. Bei unbekannten Anbietern sollte die Internetadresse vor der Bestellung genau überprüft werden.

Extrem hohe Rabatte verdienen zusätzliche Aufmerksamkeit.

Außerdem empfiehlt der Bericht nach Möglichkeit sichere Zahlungsdienste beziehungsweise virtuelle Kreditkarten und die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung für wichtige Konten.

Gerade die Zahlungsart kann bei einem unbekannten Shop ein wichtiger Punkt sein. Wird beispielsweise ausschließlich eine ungewöhnliche oder schwer rückholbare Zahlungsweise angeboten, sollte das Angebot besonders kritisch geprüft werden.

Was tun, wenn Kreditkartendaten bereits eingegeben wurden?

Wer erst nach der Bestellung Zweifel bekommt, sollte nicht einfach darauf warten, ob das vermeintliche iPhone geliefert wird.

Wurden Zahlungsdaten auf einer verdächtigen Website eingegeben, sollte möglichst schnell geprüft werden, ob bereits unbekannte Belastungen aufgetreten sind.

Bei Kreditkartendaten ist eine schnelle Kontaktaufnahme mit dem jeweiligen Zahlungsdienstleister beziehungsweise Kreditinstitut sinnvoll.

Auch Passwörter sollten geändert werden, wenn sie auf der fraglichen Seite verwendet wurden und möglicherweise identisch oder ähnlich auch bei anderen Diensten zum Einsatz kommen.

Wer bereits persönliche Daten preisgegeben hat, sollte zudem mit weiteren Kontaktversuchen rechnen. Denn nach Angaben der Sicherheitsexperten können abgegriffene Informationen auch für nachgelagerte Phishing- und Social-Engineering-Angriffe verwendet werden.

Fazit: Das vermeintliche iPhone-Schnäppchen kann teuer werden

Der Verkaufsstart eines neuen iPhones schafft ideale Bedingungen für Fake-Shops: enorme Aufmerksamkeit, hohe Nachfrage und viele Verbraucher, die nach Rabatten und schneller Verfügbarkeit suchen.

Genau das versuchen Cyberkriminelle offenbar beim iPhone 18 auszunutzen.

Besonders hohe Rabatte, angeblich exklusive Varianten und professionell gestaltete Produktseiten sollen Vertrauen erzeugen. Im Hintergrund kann es jedoch darum gehen, Geld, Kreditkartendaten und persönliche Informationen abzugreifen.

Besonders bemerkenswert ist dabei, dass einzelne Fake-Shops sogar iPhone-18-Varianten anbieten sollen, die Apple zum Marktstart gar nicht angekündigt hat.

Für Käufer gilt deshalb gerade in den ersten Tagen eines Produktstarts: Ein ungewöhnlich günstiges Angebot ist zunächst nur ein Angebot – kein Beweis für ein Schnäppchen.

Je attraktiver Preis und Verfügbarkeit im Vergleich zum regulären Markt erscheinen, desto wichtiger ist die Frage, wer tatsächlich hinter dem Shop steht.

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